Ohne Emotionen

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zeilenausgold Avatar

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Bücher aus der asiatischen Literatur, in der die für uns fremde Lebensweise im historischen Setting beleuchtet wird, finde ich absolut spannend. Aus diesem Grund habe ich mich sehr auf dieses Buch gefreut, jedoch wurden meine Erwartungen derbe enttäuscht.

Das Positive vorweg: Der Autor kann durch seine angenehme und malerische Sprache eine tolle Atmosphäre erzeugen, die mich in ihren Bann gezogen hat. So stürzte ich mich voller Hoffnung auf eine neue Lieblingsgeschichte in dieses Buch. Leider wurde die Leseatmosphäre zerstört, als ich merkte, wie flach die Charaktere gehalten sind. Zudem lassen sie nicht den Hauch einer Emotion erkennen, da die Ereignisse aneinandergereiht einfach nur beschrieben wurden, ohne das Innenleben der Figuren zu beleuchten. Außerdem fand ich es erschreckend, wie die sexuellen Handlungen dargestellt sind. Ein Mädchen aus dem Dorf, welches noch nie mit Sexualität in Berührung gekommen ist, soll einen Missbrauch bzw. quasi eine Vergewaltigung nicht schlimm finden? Zumindest wurde das Thema nicht weiter beleuchtet. Es ist absolut emotionslos geschrieben, aber aufgrund des Schreibstils, den ich an sich wirklich toll fand, gebe ich noch zwei Sterne.