Die Reise der Amy Snow

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schwarzesschaf Avatar

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Ich hatte meine Probleme mit dem Schreibstil. Der mag ja zum viktorianischen Zeitalter passen, ist aber so gar nicht mein Fall. Er war sehr ausschweifend, etwas hölzern und nicht sehr fesselnd. Mir kam es so vor, als ob ich lediglich Beschreibungen lesen würde und konnte keinen richtigen Bezug zu den Charakteren aufbauen - weder zu Amy noch zu Aurelia. Am interessantesten fand ich einige der Nebencharaktere - Mrs Riverthorpe war eine davon.

Die Schatzsuche, auf die ich sehr gespannt war, konnte meine Erwartungen auch nicht so recht erfüllen. Zwar hat es am Anfang sehr spannend angefangen, aber irgendwie schlief diese Schnitzeljagd mehr und mehr ein und das Geheimnis am Ende wurde dummerweise ein paar Kapitel vorher schon mehr oder weniger angekündigt, sodass auch dieses dann keine Überraschung mehr war. Trotzdem fand ich die Umsetzung der Suche und die ausgeklügelte Verteilung von Aurelias Briefen wirklich sehr gelungen und besonders am Anfang war ich sehr interessiert an der Auflösung.

Schade, ich finde, hier wurde Potential verschenkt. Insgesamt habe ich den Roman etwas schleppend gelesen, mit einigen längeren Pausen dazwischen, besonders zum Ende hin. Vielleicht hatte ich mir zu viel versprochen oder bin einfach nicht der Typ für diesen viktorianisch anmutenden Schreibstil, aber ich wurde am Ende immer enttäuschter vom Buch.
Ich vergebe durschnittliche 6 Punkte.