Nächtlich

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katrinst Avatar

Von

Claire - Verhaltenspsychologin, die jede Regung - ob die eigene oder die anderer - bis ins kleinste und absolut emotionslos analysiert.
Gegenüber:
Julie, die nur weiß, dass ihr etwas fehlt und dass ihr Feuer nicht hoch genug brennt, aber sonst eigentlich nichts.

Das Potenzial eines ganzen Lebens - eins schon halb gelebt, eins gerade erst am Anfang. Und Nina George beobachtet diese beiden Frauen nun, wie sie herausfinden, was sie eigentlich wollen, oder hätten tun sollen, jetzt tun könnten.

Was dieses Buch mir als Leser gibt? Ich traue mich kaum es auszusprechen, weil wir ja alle gelernt haben - Männer wie Frauen, die wir es über die 20 hinaus geschafft haben - dass man nicht alles haben kann.
Aber dieses Buch, das lässt dich wieder alles haben wollen. Alles. Die große Liebe, den einen Job für den du brennst, die Familie egal wie kitschig und klischee, das Gefühl nackter Füße im Sand, laue Nächte voller langer Gespräche, Träume, unerschütterliche Freundschaften, kleine Flirts und große Verbundenheit. Alles andere wäre nur ein halbes Leben und das sollte für keinen von uns genug sein.

Das Ende hat mich zerrissen. Und dann noch einmal, als ich das echte Ende auf den letzten zwei Seiten las.

Es ist sowas von an der Zeit, dass wir alle nachsichtiger mit uns selbst umgehen und endlich einfach leben!

Zudem: ein gewaltiges Kompliment an den Buchdesigner (oder das Team). Absolut gelungen!