Wäre Claire ein Baum..

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linatost Avatar

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„Wäre Claires Leben ein Baum, wäre er alle Jahresringe“

Als aller Erstes an diesem Buch ist mir die wundervolle poetische Sprache aufgefallen. Gefühle und Gedanken werden dadurch so intensiv ausgedrückt, dass ich sofort gefangen war von den Charakteren.

Zwei Frauen, Claire und Julie, sie stehen an völlig unterschiedlichen Punkten in ihrem Leben. Claire die Professorin, die Beherrschte, fast auf dem Zenit ihres Erfolges, deren Sohn gerade dabei ist das Nest zu verlassen und sich nun mit ihrem Mann allein ausgesetzt fühlt. In Ihrer Ehe läuft nicht alles rund. Sie weiß von seinen Affären und bildet trotzdem ein harmonisches Team mit ihm. Aber reicht es nur eingespielt zu sein?

Auf der anderen Seite ist da Claire, kaum zwanzig Jahre alt und die erste ernsthafte Freundin von Claires Sohn. Sie hat noch Träume, hat sich noch nicht ganz gefunden und probiert sich noch aus.

Jede Frau auf ihre Weise faltet sich für die Menschen in ihrem Leben irgendwie zusammen. Bis das Meer einen Katalysator zu bilden scheint.

Das Ende des Buches schien mir dann sehr abrupt und zu dem vorher noch scharfen Blick mischte sich eine pur zu viel kitschige Verbundenheit und Happy End. Schade.