Ein spannender Auftakt einer interessanten Krimiserie, die in den wilden zwanziger Jahren beginnt

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freydisneheleniarainersdottir Avatar

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Die Schwestern von Mitford Manor - Unter Verdacht habe ich im Rahmen einer Leserunde auf Lovelybooks.de gewonnen. Ich habe mich sehr darüber gefreut, da das Buch auf meiner Bücherwunschliste ganz oben stand und ich es unbedingt lesen wollte. 


Im Mittelpunkt dieses ersten Bandes der Mitford Murders (englischer Titel der Reihe) stehen Nancy Mitford, ein etwas verzogenes und recht naives Mädchen aus einem wohlbehüteten, adligen Haushalt und das Kindermädchen Louisa Cannon, die aus einem Londonder Armenviertel stammt und vor ihrem Onkel quasi in die Anstellung der Mitfords flieht. Und selbstverständlich wollen wir nicht den Mord an der Krankenschwester Florence Nightingale Shore vergessen.


Louisa läuft am Weihnachtsabend 1919 zufällig ihrer alten Freundin Jennie über den Weg, die Nancy Mitford im Schlepptau hat und Louisa erzählt, sie helfe im Moment bei den Mitfords aus, da das Kindermädchen mit dem Fleischersohn durchgebrannt ist. Nun suchen die Mitfords ein neues Kindermädchen - eine Information, die Louisa im Hinterkopf behält. Als ihr Onkel sie am selben Abend einer seiner Kumpane anbietet, um seine Schulden in Naturalien abzubezahlen, fast Louisa den Entschluss, sich in Asthall Manor bei den Mitfords um die Stelle des Kindermädchens zu bewerben. Natürlich fängt Louisas hinterhältiger Onkel die Antwort auf ihre Bewerbung ab und beschließt, seine Nichte nach Hastings zu verschleppen, damit er sie dort im Austausch gegen seine Schulden prostituieren kann. Nur hat er seine Nichte unterschätzt, denn diese springt am Bahnhof Lewes aus dem anfahrenden Zug und taucht bei den Mitfords in Asthall Manor ab.


Mit dem selben Zug, mit dem Stephen Cannon seine Nicht Louisa verschleppen will, ist auch die Krankenschwester Florence Nightingale Shoreunterwegs. Sie hat in zwei großen Kriegen die englischen Soldaten an der Front versorgt und ist unterwegs an die Küste, um sich für einen geruhsamen Lebensabend ein kleines Häuschen auszusuchen und um einer alten Freundin einen Besuch abzustatten. Schwester Shore wird jedoch niemals an ihrem Ziel ankommen, denn ihr Mörder befindet sich ebenfalls im Zug.


Dieser Roman ist der spannende Auftakt einer literarischen Krimiserie, die sich um die legendären und etwas durchgeknallten Mitford-Schwestern dreht. Jessica Fellowes plant, in jedem Buch das Leben einer der Schwestern zu beleuchten. Wer sich mit der Geschichte der Mitfords ein wenig auskennt, weiß, dass da sehr interessante Bücher auf uns zukommen, vor allem bin ich ja gespannt auf die Geschichten von Diana, Unity und Decca, die J.K. Rowling zu den Black-Schwestern Bellatrix Lestrange, Narzissa Malfoy und Andromeda Tonks inspirierten. 

Dieser erster Band der Mitford Murders ist absolut lesenwert. Man kann ihn allen Fans der zwanziger Jahre und auch jenen, die Downtown Abbey liebten, nur wärmstens empfehlen.