Mata Hari - zwischen Mythos und Wahrheit

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
spinola Avatar

Von

Unzählige Filme, Dokumentationen, Artikel und Romane haben sich schon mit dem Mythos Mata Hari beschäftigt. Doch wer war die Frau hinter dem Mythos wirklich, die als Margaretha Geertruida Zelle geboren wurde und in den frühen Morgenstunden des 15. Oktober 1917 hingerichtet wurde? War sie wirklich die gefürchtete Doppelagentin, als die sie hingerichtet wurde? Hat sie wirklich zur gleichen Zeit für die Deutschen und die Franzosen gearbeitet? Und wer hat die schöne Agentin mit dem Decknamen H21 am Ende verraten? Fragen über Fragen, die seit vielen Jahrzehnten Gerüchte schüren, den Mythos aufrecht erhalten.
Paulo Coelho nähert sich der Figur dieser faszinierenden, geheimnisvoll-exotischen Frau auf seine ganz eigenen Weise. Er lässt seine Mata Hari noch kurz vor der Exekution einen Brief an ihren Rechtsbeistand Maitre Clunet schreiben, einen Brief, von dem Mata Hari hoffte, dass er ihn nie in Händen halten würde, da sie bis zum Ende noch an eine Begnadigung glaubte. Einen Brief, in dem sie ihm ihr Leben erzählt und eine Erzählform, die es Coelho erlaubt sich der Person hinter der Kunstfigur Mata Hari (was im malayischen so viel wie "Auge der Morgenröte" bedeutet) ganz unmittelbar zu nähern und mit ihm die Leser.

"Die Blumen lehren uns, dass nichts ewig währt - weder ihre Schönheit noch ihre Welken ist von Dauer...." (S. 27)

Ein Satz, der wie ein Sinnbild für das Leben von Mata Hari stehen könnte. Ich bin neugierig geworden.