Familienband im Schärengarte

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baerbelb Avatar

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Endlich ist der 3. Fall mit Thomas Andreasson da!

Geprägt ist er durch seine drei Handlungsstränge:

Nora

ist die beste Freundin von Thomas.

Als sie bei einer Party zufällig erfährt, dass ihr Mann Henrik sie mit einer jüngeren Krankenschwester betrügt, schnappt sie sich ihre beiden Söhne und fährt in den Ferien in ihr Ferienhaus nach Sandhamn. Zum einen um Abstand zu gewinnen, zum anderen, um nicht mit Henrik in einem Haus wohnen und ihm ständig über den Weg laufen zu müssen. Sie versucht sich über ihre Zukunft als alleinerziehende Mutter klar zu werden. Wenig hilfreich ist hier ihre verbohrte Schwiegermutter, die versucht, sie zur Vernunft zu bringen.

Doch auch dieses Mal lassen sie die Vorkommnisse auf Sandhamn, die Thomas zu untersuchen hat, nicht in Ruhe und sie mischt natürlich wieder ein bißchen mit...

 

Gottfrid und Thorwald

Ihre Geschichte beginnt 1899 mit Gottfrid´s schwerer Kindheit und wie er sich in Vendela, seine zukünftige Frau und Thorwalds Mutter verliebt. Gottfrid wollte nie wie sein herrischer Vater werden. Doch genau das passiert. Wenn nicht sogar noch schlimmer. Thorwald und seine Mutter haben seelisch wie körperlich unter dem fanatisch religiösem Gottfrid zu leiden, während seine Schwester Kristina der Sonnenschein seines Vaters ist. Sie weiß genau, wie sie ihren Willen durchsetzen kann.

Seinen ersten Lichtblick hat Thorwald als er Karolina kennen und lieben lernt. Auch sie liebt ihn. Aber diese Liebe steht unter keinem guten Stern...

 

Thomas Andreasson und sein Ermittler-Team

Im November 2006 verschwand Lina, eine 20jährige Studentin, die auf Sandhamn aufgewachsen ist, abends auf dem Nachhauseweg von ihrer Freundin spurlos. Selbst tagelanges Suchen mit Polizeitruppen, Spürhunden und Freiwilligen konnten keine Ergebnisse bringen. Linas Familie ist verzweifelt.

Als dann im Februar 2007 Noras Söhne beim Spielen im Schnee einen vergrabenen Arm entdecken ist schnell klar, dass es Lina´s Arm sein muss.

Somit werden die Ermittlungen wieder aufgenommen und alte „Zeugen“ neu befragt. Und wie es meist so ist, tun sich neue Verdachtsmomente und schaurige Zusammenhänge auf.

 

Viveca Sten hat ein neues Meisterwerk geschaffen. So durchdacht und verzwickt sie die einzelnen Handlungsstränge auch gestaltet hat, so gelingt es ihr meisterlich am Schluss alle zusammenzuführen.

Jeder einzelne Handlungsstrang hätte einen eigenen Roman ergeben, den man nicht mehr weglegen wollte.

Man leidet mit Nora, die sich Sorgen um ihre Söhne und die Zukunft macht.

Man leidet mit Thorwald, freut sich mit ihm und Karolina und leidet wieder mit ihm.

Man ermittelt mit Thomas und seinem Team.

Man fühlt mit Thomas, als er seine Ex-Frau wieder trifft und feststellt, dass er nie aufgehört hat zu lieben.

 

„Die Toten von Sandhamn“ muss mit viel Enthusiasmus und Liebe zum Detail entstanden sein, um den Leser derart fesseln zu können. Und ohne ihn mit seinen verschiedenen Handlungssträngen zu verwirren. Denn verwirrt war man nie. Nur neugierig, wo das alles enden mag.

 

Mein Fazit:

Absolut kurzweilig, spannen und lesenswert. Am liebsten würde ich sofort den 4. Fall von Thomas in die Hand nehmen.

 

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