Tragisch und komisch zugleich....

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andie266 Avatar

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Maxwell kehrt vom sonnigen Sydney in trübstem England-Wetter in sein einsames Haus zurück und muss feststellen, dass er anscheinend nicht einmal von seinen Facebook-Freunden vermisst wurde. Trost findet er nur bei seiner Ex-Frau, mit der er sich unter falscher Identität über ein Internetforum für alleinerziehende Mütter "angefreundet" hat.

Trotz des trockenen Humors und der Ironie wird die Einsamkeit und Trostlosigkeit in jeder Zeile der Leseprobe spürbar. Besonders deutlich spürt man das in der eigentlich witzigen Schilderung, wie Max erfreut über 130 Mails herunterlädt, immer enttäuschter feststellt, dass es sich fast nur um Spam handelt und dann beim Versuch einer philosophischen Deutung fast die einzige tatsächlich an ihn geschickte E-Mail übersieht.

Für lange Herbstabende ist so eine tragikomische Geschichte genau das Richtige: alles andere als oberflächlich, trotzdem flüssig zu lesen, mit einem Protagonisten, in den sich wohl jeder zum Teil hineinversetzen kann.