Griechischie Mythologie neu gedacht

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geekat Avatar

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Einige griechische Götter rund um Göttervater Zeus werden zur Erde geschickt, um die historischen Tempelanlagen als historisches Erbe wieder zurückzubekommen. Dio nimmt dies als Anlass, seinen Cousin und Halbgott Herk zu treffen, und ihm auf seinem Weg zur Unsterblichkeit zu helfen. Da er keine Heldentaten vollbracht hat, muss eben die unsterbliche Liebe her, und so kommt Vivian ins Spiel.
Ich finde die Idee, die griechische Mythologie in einen zeitgenössischen Roman einzubinden, einfach genial. Für mich ist auch dieser Erzählstrang der beste, und die Liebesgeschichte tritt ein wenig in den Hintergrund. Ein bisschen Mythologie, ein bisschen Magie und Manipulation durch die Götter Dio und Aphro, und Vivian denkt auch mal wieder an sich selbst und nicht immer nur an ihre Familie und die Kinder. Es ist schon schwer genug für sie, den Haushalt und das Familienleben mit ihrer Selbständigkeit in Einklang zu bringen, aber eine Affäre bringt die knappe Balance arg ins Schwanken.
Für mich sind Dio und Aphro eindeutig die Highlights; den Charakter des Herk finde ich hingegen wenig liebenswert – und ich glaube es ist auch nicht beabsichtigt, aus ihm einen Traummann zu machen. Vivian schließt man gleich ins Herz, auch wenn ich in vielen Situationen absolut nicht so handeln würde wie sie – aber dafür liest man ja, um etwas anderes zu erleben als das eigene Leben.
Die Aufmachung des Buchs ist witzig, das bunte und etwas freche Cover gibt einen guten Vorgeschmack auf das, was im Inneren auf einen zukommt. Es liest sich leicht und flüssig und ist damit ein optimales Urlaubsbuch, um aus dem Alltag ab- und in einer mythologisch angehauchten Sommerromanze unterzutauchen