Große Erwartungen - große Enttäuschung!

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wortteufel Avatar

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Es klang so toll! Ein Spannender Titel mit verheißungsvollem Cover und ein Klappentext, der Lust auf ein neues, ungleiches Entwickler-Duo in nicht ganz alltäglichen Gefilden machte. Ich habe einen spannenden Krimi und tolle Figuren erwartet, was ich bekam, war eine maue Story und blasse Charaktere.

Dabei stimmt hier in der Anlage eigentlich alles: Ein Gut im Havelland, irgendwo im Nirgendwo - Mord und Ermittlungen finden leider in der Großstadt Berlin statt und zwar ausschließlich. Ein ungleiches Ermittler-Duo mit schwierigen und interessanten Charakteren - doch leider war sich dieses Duo nur all zu schnell so grün, dass es über den kompletten Roman ohne jeden Konflikt kam. Keine Reiberei, die die Geschichte auflockert, keine Zweifel, Ängste, Nöte! Die Zwei sind in ihrer Einigkeit nicht einmal besonders interessant und bleiben beide fast genau so blass, wie der Rest der Romanbesetzung, die vollkommen austauschbar erscheint.

Auch der Krimi an sich konnte bei mir leider nicht punkten, obwohl auch hier die Idee erstens zeitgemäß und zweitens wirklich ganz gut ist. Auch die Lösung des ganzen Dilemmas ist gar nicht schlecht geraten, doch der Weg dorthin ist schlecht ausgearbeitet und leider sehr sehr langweilig. Erst zum Ende bekommt das ganze ein bisschen Spannung, doch auch hiermit konnte "Dunkel Land" bei mir kaum noch Boden gut machen.

Daher gibt es von mir für diesen Krimi leider keine Leseempfehlung und ich glaube, ich werde hier wohl auf die Fortsetzung verzichten. Schade!