Dunkle Gewässer - das etwas andere Buch

Voller Stern Voller Stern Voller Stern Voller Stern Leerer Stern
muenzenleser Avatar

Von

Dunkle Gewässer ist nicht so ein typisches Buch, man kann jetzt nicht mit wenigen Worten den Typ festlegen. Es ist anders.

Das Buch spielt noch in einer Zeit, wo sich eine wohlsituierte Familie Farbige als Diner oder Handlager gehalten hat und diese mit einem Hungerlohn entlohnt haben. Es sind ja Menschen 2. Klasse. Auch Kinder galten nicht viel, sie durften geschlagen werden, nur so hat sich der Mann behaupten können.

Das Buch ist aus Sue Ellen Wilsons Sicht geschrieben und sie schreibt, so wie sie denkt. Sie will sich nicht mehr anpassen und "mitspielen". Das wird ihr spätestens mit dem Verlust ihrer Freundin May Lynn bewusst. Wer den Mord verübt hat, interessiert so ziemlich niemanden, außer Sue Ellen und ihre Freunde. Doch sie kommen nicht weiter. Nun verfolgen sie May Lynns großes Ziel - Hollywood! Die abenteuerliche und oft skurille Reise kann beginnen.

Das Buch ist an einigen Stellen sehr derbe geschrieben, aber es spielt auch zu einer Zeit, wo das Wort Sanftheit wohl noch nicht recht existiert hat. Dass das Buch aus der Sicht von May Lynn geschrieben ist, macht das Buch lebendiger, man fühlt mit den Freunden. Sue Ellen ist ein willenstarkes junges Mädchen, was oft enttäuscht wurde und die Hoffnung zur Mutter verloren hatte, doch sie sieht auch, dass man trotz Enttäuschung wieder Vertrauen finden kann.