Das unstete Leben der Elisabeth

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lady-fina Avatar

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Der Debüt-Roman von Helga Hammer erzählt die Lebensgeschichte der Bäuerin Elisabeth.
In den Kriegsjahren geboren, wächst sie in armen Verhältnissen auf, aber sie hat auch ehrgeizige Pläne, um im Leben weiter zu kommen.
Als sie von ihrer ersten und großen Liebe Niklas schwer enttäuscht wird,
sucht sie ihr neues Glück in England.
Als ihre Mutter stirbt, kehrt sie ledig, aber schwanger in ihr Heimatdorf zurück.
Sie heiratet den gutmütigen Martin, um sich die Schande wegen eines unehehlichen Kindes zu ersparen. Martin vergöttert Elisabeth und den, wie er glaubt, gemeinsamen Sohn Franz.
Aber Elisabeth fehlt die Leidenschaft in ihrer Ehe und sie beginnt eine Affäre mit ihrem Cousin Richard , von dem sie schwanger wird.
Martin erfährt von dieser Beziehung und trennt sich von seiner Frau.
Elisabeth entscheidet sich, Franz und die neugeborene Tochter Marta alleine großzuziehen.
Dann lernt sie den reichen Bauern Josef kennen und heiratet ihn, um sich und ihre Kinder versorgt zu wissen.
Es wird aber eine sehr unglückliche Ehe mit dem gewalttätigen Josef.
Ihr wahres Glück findet Elisabeth erst nach dem Tod ihres Mannes.

Die Hauptfigur des Romans - Elisabeth - hat sehr zwiespältige Gefühle in mir ausgelöst.
Ich bewundere ihr Durchsetzsetzungsvermögen, ihre Stärke, ihre Arbeitskraft und vor allem ihre bedingungslose Liebe zu ihren Kindern.
Andererseits habe ich auch sehr viel Antipathie gegen Elisabeth entwickelt.
Skrupelos beginnt sie eine Affäre mit Ariel, in dessen Haus und unter den Augen seiner Ehefrau und Kindern.
Auch später wird sie wieder die Geliebte von Niklas, obwohl dieser auch verheiratet und Familienvater ist.
Aber am meisten bedauere ich den gutmütigen Martin, der sie vergöttert und alles für sie tut.
Nicht genug das Elisabeth ihm ein Kuckuckskind unterschiebt, sie betrügt ihn auch mit Richard im gemeinsamen Haus.

Insgesamt hat mit der Debüt-Roman von Helga Hammer sehr gut gefallen, trotz oder gerade wegen der polarisierenden Elisabeth.