beklemmende Spannnung

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moneypenny Avatar

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Sara J. Henry Thriller beginnt schon phänomenal, wenn er so über die restlichen Seiten geht, kann er einfach nur fantastisch sein.

Troy steht auf der Fähre nach Vermont und sieht wie von der entgegenkommenden Fähre etwas ins Wasser fällt. Hätte sie geblinzelt, hätte sie es übersehen, sie meint es wäre ein Kind gewesen, sie hat die kleinen weit aufgerissenen Augen gesehen.

Ohne zu überlegen springt sie hinterher. Keiner bekommt etwas mit, sie findet das Kind und schwimmt durch das endlos erscheinende Wasser ans Ufer und läuft zum Auto ohne auf sich aufmerksam zu machen.

Am Hafen scheint keiner das Kind zu vermissen und ihr wird klar, der kleine Junge sollte ertrinken. Abends kurz vor Schlafen gehen wird ihr bewusst oder sie stellt in Frage - hat der vermeintliche Mörder sie beobachtet, wie sie das Kind gerettet und mit zu sich nach Hause genommen hat.

Henry erzeugt eine wahnsinnige Spannung und hält sich nicht an Vorgeplänkel auf. Der Leser wird sofort zu Troy mit aufs Boot und ins Wasser geholt. Ihr Schreibstil ist einfach und trotzdem klar, gefühlvoll, bildhaft. Als Frau kann man sich sofort in den kleinen zerbrechlich erscheinenden Paul verlieben, Muttergefühle kommen hoch. Und das treibt die Spannung noch weiter in die Höhe. Eine vielversprechende Leseprobe für alle Thrillerfans.

Dieses Buch kommt sofort auf meine Wunschliste.