Verbotene Liebelei

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hatschepsut Avatar

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Das Cover spricht von Sommer, Sonne und Urlaubsfeeling und auch der Klappentext hat neugierig auf die Story gemacht. Der Schreibstil macht das Lesen einfach und flüssig und man ist schnell mittendrin. Allerdings hätte ich mir mehr Tiefgang und Brisanz gewünscht. Außer daß die etwas ältere Frau des Hauses eine Affäre mit dem Freund ihrer Stieftochter hat, spielt sich drum herum für meinen Geschmack zu wenig ab. Auch das angespannte Verhältnis der Protagonistin Jenn mit ihrer Stieftochter Emma klärt sich nicht auf. Das kann ich nicht so ganz verstehen, da Emma ihre Mutter gar nicht kennengelernt hat und zeitlebens nur Jenn als Mutter hatte. Die Story hätte eigentlich spannend und prickelnd werden können, für mich war sie nur ein schnelles Abenteuer mit auch etwas zu einfachem Ende.
Jenn macht wie jedes Jahr mit ihrem Mann Greg Urlaub auf Mallorca. Dieses Jahr wird ihre Tochter nicht alleine nachkommen, sondern ihren Freund Nate mitbringen. Emma hat Jenn bekniet ihren Vater zu überzeugen, daß sie ihn mitbringen kann, denn alle ihre Freundinnen dürfen ihren Freund mit in den Urlaub nehmen, Greg ist nicht begeistert davon, aber er kann seinem kleinen Töchterchen eigentlich keinen Wunsch abschlagen. Wahrend Jenn und Greg noch die Zweisamkeit genießen, macht sich Jenn schon Gedanken, wie es wird, wenn Emma kommt. Immer herrscht Spannung zwischen ihnen und den jungen Mann kennt sie auch noch nicht. Vielleicht wird alles besser und Emma ist ausgeglichener, wenn ihr Freund mitkommt.
Schon die erste Begegnung wird brisant, denn Jenn ist am Pool oben ohne eingeschlafen und wird erst durch den wütenden Ausruf von Emma wach. Sofort herrscht wieder angespannte Stimmung. Nate wirkt wie ein zurückhaltender junger Mann, der einfach nur schön ist. Jenn bildet sich ein, daß er öfter den Blickkontakt zu ihr sucht, aber das kann ja nicht sein, daß der siebzehnjährige Freund ihrer Stieftochter ein Auge auf sie wirft...
Nates anfangs noch subtilen Annäherungsversuche werden mit der Zeit immer offensiver und Jenn merkt, wie sie sich sexuell zu ihm hingezogen fühlt. Erst widersteht sie ihm, dann erliegt sie seiner offenen Art und ihrem eigenen Verlangen. Die beiden fangen eine rein sexuelle Affäre an, die auch nicht vor dem gemeinsamen Ferienhaus in Anwesenheit von Greg und Emma haltmacht. Jenn fühlt sich jung und begehrt und fängt an Greg in einem anderen Licht zu sehen.
Dann eskaliert alles etwas und wird für meinen Geschmack etwas kurios und nicht mehr logisch. Das Ende ist schnell da und nichts ist geklärt. Als ob sich die Dinge in Wohlgefallen aufgelöst haben...