Lebensgeschichte/ Zeitgeschichte

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paeonia Avatar

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Franz, 90 jährig, fliegt mit seinem Enkel Martin, zu dem er ansich keinen intensiven Kontakt hat in die USA, er möchte noch einmal die Orte seines Lebens in der Kriegesfangenschaft dort sehen.
Anfangs hat sich die Erzählung für mich gefühlt ziemlich gezogen und einige Längen, dass ich gestehen muss mir überlegt zu haben, ob ich weiterlesen möchte.
Das hat sich im Verlauf aber dann erheblich gewandelt und es war sehr vielschichtig.
Das Erleben im Kriegsgefangenlager in Amerika, Menschen jeglicher Gesinnung hat Franz kennengelernt, intensive Freundschaften geschlossen und Gelegenheiten ergriffen sein Leben in die Hand zu nehmen, auch wenn es ihm am Anfang manchmal unerreichbar schien.

Nicht nur sein Leben sein Leben im Krieg und der Weg danach wird erzählt, darin verwoben auch das seiner Tochter und des Enkels. Jedes Familienmitglied für sich ein eigener starker Charakter, was ein Miteiander nicht unbedingt komplikationslos und einfach macht.

Durch die Reise in die Vergangenheit kommen viele Gedanken und Erlebnisse an die Oberfläche, die das einander Verstehen möglich machen.
Hätte Franz an manchen Stellen seines Lebensweges einen anderen Abzweig genommen wäre es sicherlich anders gekommen, dennoch hadert er nicht mit dem so wie es ist.

Geschichtlich fand ich es ganz interessant, über die Kriegsgefangenschaft in Amerika wusste bisher praktisch nichts.
Auf jeden Fall empfehlenswert !!