Zucker

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wortteufel Avatar

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Antoine Laurains "Ein Tropfen vom Glück" muss man lieben - oder man kann mit Büchern dieser Art rein gar nichts anfangen. In herrliche leichtem Ton erzählt der Autor die Geschichte seiner Hauptfiguren, die an einem Abend im September in einem geschichtsschwangeren Haus in Paris zusammenkommen. Hubert ist sozusagen die Seele des Hauses, dass über viele Generationen seiner Familie gehörte und nach und nach veräußert wurde. Magalie, von den meisten Abby genannt, lebt und arbeitet in dem Haus und Julien, ein Barmann, ist gerade erst eingezogen. Komplett wird das Gespann durch Bob, ein Amerikaner, den seine ganz persönliche Geschichte in die Stadt der Liebe geführt hat und der für die Dauer seines Aufenthaltes in dem Haus wohnt. Als am Abend von Bobs Ankunft in das Haus eingebrochen wird, trinken die vier eine Flasche guten Weins aus dem Jahr 1954, den Hubert zuvor im Keller entdeckt hat. Doch am nächsten Morgen müssen die vier nach und nach feststellen, dass nichts mehr so ist, wie es noch am Vortag war. Sie sind über Nacht durch die Zeit gereist - in das Jahr des Weines, 1954.
Hier beginnt die wunderbar abenteuerliches Geschichte der vier, voll gepackt mit Liebe und Freundschaft und eine Hommage auf das herrliche Paris. Laurains Sprache ist frisch, ohne platt zu wirken, leicht, ohne zu einfach zu sein. Das Buch macht von der ersten bis zur letzten Seite Spaß und liest sich einfach so weg. Vielleicht hätte ich mir ein klein wenig mehr Tiefgang gewünscht, doch unterm Strich ist "Ein Tropfen vom Glück" eine runde Sache und wird allen Fans verträumt, schöner Geschichten große Freude bereiten.