Der Weg in den Untergrund

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Das Buch „Ein Wispern unter Baker Street“ wurde vom englischen Schriftsteller Ben Aaronovitch geschrieben und gehört sowohl zum Genre Fantasy wie auch zum Genre Krimi. Es ist der dritte Band der Reihe „die Flüsse von London“ und ist 2013 im Deutschen Taschenbuch Verlag erschienen. Man kann das Buch, welches 446 Seiten hat, lesen ohne die anderen Brücher zu kennen. Das erste Buch der Reihe heißt wie die Serie, also „die Flüsse von London“.

Eigentlich wollte Peter zusammen mit Nightingale und Lesley die Leute rund um den gesichtslosen Magier suchen. Doch dann wird ein junger Mann tot im U-Bahn-Tunnel nahe der Baker Street gefunden und Peter wird zur Hilfe gerufen. Schnell steht sich heraus, dass dieser nicht nur ein Kunststudent amerikanischer Herkunft war, sondern auch noch der Sohn eines Senators. So ist es nicht überraschend, dass dieser zusammen mit einer FBI Agentin nach England kommt. Da diese glaubt, dass Peter den Mörder finden wird bzw. ihr den Weg zu diesem weisen wird, hängt sie sich an diesen ran und erst einmal merkt er dies gar nicht. Sein Weg führt ihn diesmal in den Untergrund in die U-Bahn-Tunnel wie auch in die Abwasserkanäle Londons. Was hat den jungen Mann bloß umgebracht und was hat es mit dem Wispern, welches Peter unter Tage zu hören glaubt, zu tun?

Lesley ist zwar nicht die Hauptperson der Buchreihe, aber ich mag sie schon seit dem ersten Augenblick und so habe ich mich sehr gefreut, dass sie nun wieder da ist und zusammen mit Peter und Nightingale arbeiten darf. Nach wie vor hoffe ich, dass Peter und sie eines Tages zusammen kommen werden. Peter mag ich eigentlich, im letzten Buch fand ich ihn jedoch nicht so sympathisch. So freut es mich, dass er sich wieder positiv entwickelt und er seine intelligente, direkte, lustig (manchmal auch zynische Art) wieder gefunden hat. Ich finde es nach wie vor interessant von seinen Versuchen mit der Magie zu lesen. Überrascht hat mich jedoch wie leicht er scheinbar mit dem Selbstmord seiner Freundin leben kann.

Die Nebencharaktere und nicht nur Lesley find ich ganz wunderbar. Die Leute von der Mordkommission mag ich genauso wie Nightingale und kann auch mit diesen mitfühlen. In diesem Buch hat eine neue Nebenfigur mein Herz im Sturm erobert. Zach, der Sohn einer Fae, hat sich im ersten Moment in mein Herz geschlichen und ich würde mich sehr freuen, wenn er wieder auftauchen würde. Die FBI Agentin habe ich am Anfang nicht gemocht, aber je näher ich sie kennen lernte umso sympathischer fand ich sie. Genauso ging es mir mit Kumar, einem Bahnpolizisten, welcher Peter in die U-Bahn Tunnel begleitet hat.

Wie die anderen Bücher der Serie ist auch dieses in der ersten Person Singular geschrieben und zwar aus Peters Sicht. Klasse fand ich das vor den Kapiteln immer der Tag steht, so dass man genau weiß wie viel Zeit vergangen ist. Übrigens können mehrere Kapitel zu einem Tag gehören. Ben Aaronovitch hat zudem einen wundervollen Schreibstil, so dass man das Buch fast nicht aus den Händen legen kann. Er beschreibt die Geschichte sehr lebhaft und bildlich, so dass man das Gefühl hat das alles tatsächlich miterleben zu können. Zusammen mit Peter geht man auf die Suche nach dem Mörder und diesmal war es besonders spannend. Weil die Person, welche den Studenten umgebracht hat, hatte ich nie im Verdacht und am Ende wusste ich nicht einmal mehr wer die Person war. Die Auflösung wieso es zum Mord kam, war jedoch nachvollziehbar. Auch die neuen Seiten der Magie fand ich toll. Besonders hat mir die Idee mit den mystischen Wesen gefallen. Diese sind einfach genial wie auch die Welt in der sie leben und wie sie sich dort, wo es auf den ersten Blick unmöglich scheint, ein Leben aufgebaut haben. Der Autor konnte dies so gut beschreiben, dass man sich dies bildlich vorstellen konnte. Ganz große Klasse.

Für mich ist das Buch das bisher beste Buch der Reihe. Natürlich kann ich, so begeistert wie ich bin, die Reihe auf jeden Fall weiter empfehlen. Es lohnt sich nicht nur von Lesern von Fantasy Romanen sondern auch von Fans von Krimis, die gegen eine etwas größere Prise Fantasy nicht haben. Diesen Leser möchte ich die Reihe gern ans Herz legen. Denn für mich ist es eines der wenigen Bücher bei denen ich am Ende traurig bin, dass es schon vorbei ist und ich mit dem Gedanken spiele es gleich nochmal zu lesen.