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lexi11116 Avatar

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Raimon Webers Krimi "Eis bricht" besticht durch sprachliche Eleganz und eine spannend erzählte Handlung. Dem Autor gelingt es, sowohl die Hauptfigur (Henning Saalbach) als auch seinen Gegenspieler (Erwin George) voll zur Geltung kommen zu lassen; beide erscheinen und agieren als scharf gezeichnete und tiefgründige Charaktere.

Auch die im Laufe der Handlung angeschnittenen Themen (sexueller Missbrauch von Kindern, Selbstjustiz) haben diesen Krimi für mich interessant gemacht.

Angenehm fand ich auch die Kürze des Textes. Indem sich der Autor auf knapp 150 Seiten beschränkt, kann er sich Langatmigkeit und das Auswälzen von Überflüssigem und Belanglosem nicht leisten. Als Ergebnis findet der Leser eine dicht erzählte Story, in der das Prinzip gilt: Jede Seite, jede Szene zählt.

Vor der Lektüre dieses Krimis kannte ich den Autor nicht. Jetzt bin ich neugierig darauf, mehr von Raimon Weber zu lesen.