Nicht überzeugt

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alan Avatar

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Eigentlich sieht alles nach einem Routine Mordfall aus: In einem Auto wird die Leiche eines Anwalts gefunden. Er ist erschossen worden. Doch bald schon stellt das Ermittlerduo Seiler und Novic fest, dass es nicht so ist. Der Tote war Anwalt der russischen Mafia. Zudem finden die Ermittler zwischen seinen Unterlagen Fotos von halbnackten minderjährigen Mädchen ...
‚Eisige Tage’ ist der Auftaktband einer Reihe von Kriminalromanen, die in Leipzig spielen.

Das Cover und vor allem der Klappentext für diesen Roman haben mich neugierig gemacht. Auch die Leseprobe fand ich super.
Der Krimi im Ganzen hingegen hat mich nicht hundertprozentig überzeugt. In den mega kurzen Kapiteln wechselt die Perspektive ständig. Das macht den Roman fahrig und unsortiert. Er lässt sich schlecht in einem Rutsch weglesen. Daran ändert auch Alex Pohls flüssiger Schreibstil nichts.
Schon der Prolog ist mystisch, es ist fast bis zum Schluss nicht klar, was diese Szene mit den Geschehnissen im Krimi zu tun hat. Zwischendurch gibt es immer einmal willkürliche Zeitsprünge. Sie sind zwar mit einer Zeitangabe überschrieben, doch verwirren sie mehr, als dass sie zur Aufklärung beitragen.
Trotzdem sind die Informationen zu den Ermittlern spärlich. Es ist nicht nachzuvollziehen, warum sie sich zuweilen einfach nur merkwürdig verhalten. Das baut natürlich eine gewisse Distanz zu dem Ermittlerduo auf. Sie kommen nicht wirklich sympathisch rüber.
Alles in allem ist der Krimi nicht schlecht, das Thema sehr aktuell, doch sticht der Roman nicht aus der Masse hervor. Einen weiteren Krimi der Reihe muss ich nicht haben.