Spannender Psycho-Krimi

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bieberbruda Avatar

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Ich muss gestehen, dass mich "Eismädchen" aufgrund des Klappentext gar nicht allzu sehr gereizt hat. Der Gedanke "Das hat man doch alles schon zigmal gelesen" hat sich zwar bewahrheitet, aber ich wurde trotzdem positiv überrascht!

Die Story:
Seit fast 20 Jahren sitzt der berüchtigte und hochintelligente Mädchenmörder Louis Kinsella im Hochsicherheitsgefängnis. Doch plötzlich geschehen mehrere Morde nach genau seinem Muster und an ähnlichen Orten. Handelt es sich um einen Nachahmungstäter? Hat Kinsella Kontaktmöglichkeiten nach außen? Die Psychologin Alice Quentin lässt sich auf Kinsella's gefährliches Spiel ein, um die entführte Ella zu retten, bevor es auch für sie zu spät ist...

Meine Meinung:
Ich muss gestehen: Eismädchen erinnert mit seinem psychopathischen Gefängnisinsassen Kinsella sehr an "Das Schweigen der Lämmer". Auch hier verlangt der Insasse eine Art Seelenstriptease im Gegenzug zu Informationen, die den Mörder schnappen könnten ("Quid pro quo").
Das Buch hat eine recht düstere und bedrückende Atmosphäre - insbesondere, wenn man die Ereignisse der tapferen Ella verfolgt. Auch der Wettlauf gegen die Zeit trägt dazu bei. Die Psychologin hat zusätzlich mit eigenen Phantomen zu kämpfen - da macht sie aus meiner Sicht interessant und zu einem erfrischenden Charakter in dem Einheitsbrei an Serienkiller-Romanen.
Einen Stern ziehe ich jedoch ab, weil mir das Buch zum Ende leider etwas zu vorhersehbar war.
Die beiden Vorgänger habe ich bisher nicht gelesen (muss man zum Glück auch nicht). Das werde ich aber sicherlich nachholen.

Fazit:
Ein überraschend guter und spannender Psycho-Krimi mit interessanten Charakteren und einer stimmigen Atmosphäre. Lesenswert! Ich vergebe 4 Sterne.