Sprachfreudiger beginn einer interessanten Geschichte

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wüstenmagier Avatar

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Liz Jensen legt eine Sprachfreudigkeit an den Tag, die mich nur verblüffen lässt. Obwohl sie alles detailhaft beschreibt, liest sich die Leseprobe flüssig und vor allem ohne Längen! Kleine Ansätze von Längen sind drin, aber bisher fällt das absolut nicht ins Gewicht. Die Sprachfreudigkeit drückt sich nicht nur in den Beschreibungen aus, sondern auch in den Dialogen. Einfach herrlich!
  Obwohl die Grundstory den Anschein von Einfachheit erweckt (was sich im Verlauf der Story vielleicht noch ändern mag), wirkt das Bisherige aber alles andere als einfach gestrickt, liest sich das Dargebotene doch absolut spannend. Da wäre Gabrielle selbst, die einen Autounfall hat und nun im Rollstuhl sitzt, scheinbar selbst depressive Züge hat und gewalttätige Jugendliche betreuen/therapieren soll. Und dann wäre da Bethany mit ihren überaus interessanten Symptomen, die Gabrielle sogleich unter Druck setzt, als wäre sie die Therapeutin und nicht die Patientin! Zwischen den beiden wird mit Sicherheit eine sehr interessanter Konflikt entbrennen, der am Ende womöglich sogar beiden helfen wird - Gabrielle und Bethany. Doch das ist natürlich noch schwer zu sagen.

Fragen tue ich mich allerdings, was der Titel "Endzeit" mit der Geschichte zu tun hat. Der Klappentext deutet auf eine etwas andersartige Apocalypse hin, doch lesen tut sich die Leseprobe wie ein lupenreiner Thriller. Die Mischung aus Endzeit und Bethany/Gabrielle könnte aber eine mehr als interessante Verwebung sein, wie ich sie bisher noch nicht gelesen habe. Keine Endzeit in dieser Form. Kein Thriller mit einer derart verlagerten Thematik!