MIttelmaß

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tinchen007 Avatar

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Ermittler McAvoy bekommt es mit einer Serie sehr grausamer Morde zu tun. Einer Frau wird der Brustkorb eingedrückt, eine andere wird regelrecht abgeschlachtet, in dem ihr gezielt eine Hauptschlagader geöffnet wird. In beiden Fällen scheint das Opfer zunächst wahllos, der gewiefte Ermittler erkennt aber doch schnell die Zusammenhänge. Parallel zu diesem Handlungsstrang geht es auch der Frau des Ermittlers, Roisin, an den Kragen. Sie mischte sich in einen Drogenfall ein und lebt nun auch gefährlich. Verwirrt war ich am Ende, weil auf dem Buchrücken doch stand, der Mörder käme der Frau des Ermittlers mit jedem Mord näher und der Eindruck gewahr wurde, sie sei sein Ziel. Entweder habe ich das nicht richtig verstanden, oder ich erkenne den Zusammenhang nicht, oder es ist schlicht falsch.
Nichtsdestotrotz fand ich das Buch eigentlich recht spannend. Die Geschichte nimmt auch noch mal eine Wendung, gerade als der Leser denkt, der Ermittler wüßte nun, wer der Mörder ist. Diese Wendung gibt noch mal ein paar Seiten Inhalt her, wirkte auf mich aber sehr konstruiert und eigentlich abwegig. Aber nun ist das ja auch ein Roman und kein Tatsachenbericht und hat daher keinen Anspruch auf Realitätsnähe.
Ich fands ein bißchen schade, dass ich hier offenbar in eine Buchreihe eingestiegen bin, und die Vorgänger, insbesondere um das Schicksal der Ehefrau, nicht kannte. Hier wird ab und zu etwas angedeutet, was bei mir als Leser Neugier weckte und Fragezeichen entstehen ließ.
Insgesamt ein angenehm zu lesendes Buch, solide Krimi-Unterhaltung, aber kein Autor, den ich mir jetzt für mich merken muß.
Daher faire vier Sterne von mir.