Eine sanfte und ruhige Geschichte

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bookalicious Avatar

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Fangirl war bereits in den USA ein ziemlich gehyptes Buch und demnach waren meine Erwartungen recht hoch.
Cath' Geschichte war ruhig, schlicht und sanft.
Daran ist nichts verkehrt, aber mir fehlte etwas ausschlaggebendes und zwar Tiefe.
Ich war einfach nur dabei als diese Geschichte einfach erzählt wurde. Momenteweise konnte ich mal gut mitfühlen und dann war ich eben wieder nur dieser Jemand, bei dem nicht viel ankam.

Ich konnte auch keine Verbindung zu den Charakteren aufbauen. Es fehlte mir an Verbundenheit. Ich habe sie einfach nicht recht kennenlernen können. Nicht so, wie ich gewollt hätte. Das Buch ist aus der dritten Person erzählt, handelt aber hauptsächlich von Cath. Es ist ganz locker und leicht geschrieben und lässt sich wirklich gut lesen, aber manche Absätze wirkten auf mich sehr abgehakt. Als würden sie mittendrin enden und dann begann ein neuer Absatz, eine ganz neue Szene.

Cath ist ein Simon Snow Fangirl. Ich liebe es, wie sie darin aufblüht.. und wie Levi sie unterstützt. Levi ist der beste Freund von Cath' Mitbewohnerin Reagan, die mir ebenfalls sehr gefiel. Sie ist offen und direkt, während Cath schüchtern und verschlossen ist. Sie waren sehr gegensätzlich.
Cath verhielt sich manchmal wirklich seltsam, vor allem in Bezug auf Levi, und mir wurde nicht recht klar, weshalb.

Cath hat eine Zwillingsschwester, Wren. Wren will auf dem College nicht mit Cath zusammenziehen, was Cath sehr traurig gemacht hat, denn die Schwestern standen sich zuvor sehr, sehr nah – so ein typisches Zwillingspaar, wie man es sich vorstellt.
Wren war mir unsympathisch und ich konnte im Laufe des Buches auch ihre Entwicklung nicht ganz nachvollziehen. Sie war egoistisch und alles andere als nett zu Cath. Sie gefiel mir nicht.

Das Ende passte zum Rest des Buches und ließ mich zufrieden zurück. Ich mochte es ganz gern.

Das Cover finde ich wirklich sehr schön. Im Hintergrund sehen wir auf einem Poster Simon Snow - das ist das Cover zu Cath Fanfiction, die am 4.8. ebenfalls erscheinen wird. Die Idee diese zu veröffentlichen finde ich sehr genial.

FAZIT
Ich fühlte mich leider den Charakteren nicht sehr verbunden, da es mir leider an Tiefe fehlte. In der ganzen Geschichte. Man hatte das häufig das Gefühl, dass Rainbow Rowell jetzt anfängt tiefer zu graben und letztlich kratze es doch wieder nur an der Oberfläche, dennoch gefiel mir die sanfte und ruhige Geschichte von einem Fangirl, welches ihre erste Liebe – außerhalb des Bildschirms - erlebt, ganz gut.
Es ließ sich sehr angenehm lesen und hat mir schöne Lesestunden beschert.