Rainbow Rowell hat mich nicht enttäuscht

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Im selben Stil, wie sich Eleanor & Park gehalten hat, zeigt sich das Cover von Fangirl. Schlicht, nicht überladen und doch sehr charakteristisch für das Buch. Man sieht ein auf dem Bett sitzendes Mädchen. Mit Laptop auf dem Schoß und Poster an der Wand hinter ihr zeigt es eine typische Szene, wie sie auch in vielen Jugendzimmern zu sehen sein könnte. Titel und Autorenname befinden sich am oberen Rand des Covers und lassen so den Fokus auf der Brünetten.

Meinung
Eleanor & Park made me read this book. - Ja, das wäre wohl der passendste Satz überhaupt. Der Schreibstil und die Art Charaktere aufzubauen hat mich schon in Rowells Debüt von sich überzeugt und machte das Buch zu einem meiner Lieblingsbücher.

Auch in Fangirl zeigte sich schnell die angenehme Erzählart, welche direkt für ein Wohlfühlerlebnis sorgt. Ohne zu komplizierte Satzgebilde zu formen oder sich in Belanglosigkeiten zu verstricken erzählt Rowell die Geschichte von Cath, die mit ihrer Zwillingsschwester aufs College geht. Anders als ihre Schwester sind besonders diese ersten Tage mit Ängsten und Zweifeln verbunden, denn für Wren ist dies ein riesiges Abenteuer. Neue Leute, neue Umgebung, neue Freiheit und Unabhängigkeit von ihrem Zwilling wirken auf beide Mädchen anders.

Bei Cath lösen diese Ängste den Wunsch nach Beständigkeit aus und diese findet sie in den Fanfictions über Simon Snow, die sie schon länger erfolgreich schreibt. Cath verliert sich allerdings etwas darin und merkt lange nicht, wie sehr sich die Menschen um sie herum um sie bemühen.

Das die junge Frau Probleme hat mit Veränderungen klar zu kommen merkt man vor allem in dem Tempo in dem sich ihre Entwickelung zeigt. Was mir bei anderen Büchern etwas zu spät vorkommen würde, passt hier gut zum Charakter.

Cath´s Art gefällt mir sehr. Sie ist mir in einigen Punkten gar nicht so unähnlich, besonders was große Veränderungen angeht. Ich kann sie daher gut verstehen und finde sie sehr authentisch.

Auch über Simon Snow, ein Charakter aus einem ebenfalls kürzlich erschienenen Buch von Rainbow Rowell erfährt man viel. Zwischendurch schleichen sich immer wieder Szenen aus Simons Geschichte ein und unterbrechen so ein wenig den Fluss der Grundgeschichte. Dennoch entsteht ein Effekt, den ich so noch nie in einem Buch hatte: Ich habe unglaublich Lust auch das Buch über Snow zu lesen.

Fangirl ist ein tolles Buch zum Wohlfühlen. Mit Charakteren, die ehrlich, authentisch und vielschichtig sind und zeigen wie viel Wert die Autorin auf diesen Bereich gelegt hat. Die Story ist wunderbar und macht beim lesen einfach Spaß.

Fazit
Auch wenn Eleanor & Park mein Lieblingsbuch der Autorin bleibt, muss sich Fangirl nicht dahinter verstecken. Die positiven Gemeinsamkeiten der beiden Bücher fallen auf und machen Lust auf weitere Bücher dieser tollen Autorin.