Zwiespältiger Eindruck

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garmut195 Avatar

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In dem Jugendroman "Fangirl" von Rainbow Rowell geht es um ein Mädchen, das nach Jahren mit ihrer Familie an der Universität das erste Mal auf sich alleine gestellt ist. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an den Roman, da ich bereits vorher viele positive Meinungen im Internet gelesen habe. Vielleicht war der große Hype auch der Grund dafür, dass das Buch am Ende hinter meinen Erwartungen blieb. Zu Beginn hatte ich schon große Schwierigkeiten mit dem Einstieg. Ein Grund dafür ist der Schreibstil der Autorin. Dieser ist eher zäh flüssig und bremst daher auch die Spannung aus. Die Protagonistin Cath konnte zwar meine Sympathie erwecken, doch ihre Charakterentwicklung ging meiner Meinung nach zu langsam vonstatten. Das Thema Zwillinge und ihre Verbindung zueinander und die Vie- und Nachteile, die daraus erwachsen, finde ich sehr interessant und habe ich auch bisher nur selten in Jugendbüchern gefunden. Leider hätte man meiner Meinung nach mehr daraus machen können. Während der Anfang ja langatmig war, konnte mich ab der Mitte des Buches der Inhalt mehr fesseln. Auch die kleinen Auszüge aus Caths Manuskript über Simons Snow haben mir gut gefallen und haben das Ganze abwechslungsreich gestaltet. Alles in allem glaube ich, dass das Buch für jüngere Leser als mich sehr lesenswert ist, da es sich mit typischen Teenager-Problemen auseinandersetzt. Dennoch hat es mir häufig an Spannung und Tiefgang gefehlt.