Mord in Köln

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albel Avatar

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Die erste Seite der Leseprobe gehört mal wieder zu den Sachen, die man sich hätte sparen können: Wer soll bei solch konfusen, eineinandergereihten Gedanken durchblicken? Ich erwartete also schon nichts Gutes von diesem Buch, sondern stellte mich darauf ein, eher verwirrt, als unterhalten zu werden. Letztendlich wurde ich dann aber positiv überrascht. Auch die Hörprobe hinterlässt einen guten Eindruck und vermittelt die tolle Atmosphäre des Buches sehr gut.

Klönnes Buch beginnt wie ein typischer Krimi: Die Autorin nimmt sich nämlich sehr viel Zeit, die handelnden Personen und noch ein paar mehr einzuführen. Soweit nichts neues an der Krimi-Front. Sehr interessant fand ich dann aber den Abschnitt aus Sicht des ermordeten Priesters, in dem man direkt mitbekam, wie der Mörder anscheinend aussah. Sollte es wirklich ein Mann iun Ritterrüstung gewesen sein? Hatte es etwas mit dem Karneval zu tun? Was hat es mit Bat und ihrer toten Freundin zu tun?

So wie es aussieht, wird also einiges auf Judith Krieger und ihre Kollegen zukommen. Nicht so toll finde ich es dann wiederum, dass dies anscheinend wieder ein Roman aus einer Reihe ist und man so nicht, weiß, was mit Krieger passiert ist. Aber ich denke nicht, dass das ein Problem beim Verstehen der Handlung darstellen wird. Von der Atmosphäre her ist dieses Buch jedenfalls große klasse - ich hatte beinahe das gefühl, selbst dabei zu sein. Und dass der Krimi in Köln spielt, einer Stadt, die ich selbst kenne, macht mich zusätzlich neugierig, ebenso wie die Morde im Kirchenmilieu. Das klingt nach vielen, frischen Ideen und viel Spannung. Top!