Nicht ganz so spannend

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helga Avatar

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Ausgerechnet in der letzten Karnevalsnacht wird in Köln ein Mann im Priesterornat vor einer Kirche ermordet. Kurz darauf geschieht ein zweiter Mord und die Kripo findet keinerlei Anhaltspunkte. Manni Korzilius übernimmt den Fall, seine Kollegin Judith Krieger kommt erst später dazu, da sie noch immer vom Dienst freigestellt ist. Sie hat bei ihrem letzten Einsatz jemanden getötet und ist dabei fast selbst gestorben.

Die Kripo kann bei ihren mühsamen Ermittlungen keinerlei Gemeinsamkeiten der beiden Toten finden. Es geht vordergründig um die katholische Kirche, es wird vermutet, dass jemand einen Hass auf sie hat, aber alle schweigen. Der eine Tote arbeitete in der Telefonseelsorge, sein Freund, ein Priester, ist außerdem noch als Seelsorger bei der Polizei beschäftigt und kann trotzdem nichts zu dem Fall sagen.

In einem zweiten Strang geht es um Bat und ihre Mutter. Die Mutter arbeitet auch in der Telefonseelsorge und Bat putzt abends dort, ist aber sonst in der Grufti-Szene verankert. Sie trauert noch immer um ihre Freundin Jana, die sich vor zwei Jahren vor einen Zug geworfen hat. Bat ist allerdings der Meinung, dass Jana gestoßen wurde und sie sucht seitdem ihren Mörder.

Für mich ist alles etwas zu sehr in den privaten Bereich der einzelnen Personen abgedriftet und hat die Krimihandlung etwas gebremst, aber trotzdem hat mir die interessante Geschichte gut gefallen. Es ist flüssig geschrieben und die einzelnen Personen sind sehr stark gezeichnet. Judith und Manni sind mir besonders sympathisch, sie haben gut und in alle Richtungen ermittelt und die Erkenntnis über den Mörder war dementsprechend groß. Ganz hervorragend finde ich, dass alles gut nachvollziehbar ist und am Ende alles Hand und Fuß hat.

 

Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbek.)