Flätscher, ein abgedrehtes Detektiv-Stinktier ...

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moneypenny Avatar

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Vorweg ... wer ist eigentlich Flätscher?

Flätscher ist ein überhebliches, ein wenig abgedrehtes Stinktier, das für sein Leben gerne Semmelknödel isst. Ganz besonders die aus der Nachbarschaft vom "Wilden Elch" von Meisterkoch Bode.
Außerdem ist Flätscher ein von sich überzeugter Meisterdetektiv mit Ladehemmung, der keinen Moment auslässt in seiner Geschichte zu übertreiben.

Worum geht es eigentlich?

Flätscher wird beim Mülltonnen durchstöbern vom Koch persönlich erwischt, in einem Kartoffelsack. Zum Glück kommt sein Sohn Theo in diesem Moment dazu und Flätscher kann entwischen, in Theo´s Hosenbein. Theo scheint ein zurückhaltender Junge zu sein, der wenig Freunde hat. So kommt ihm Flätscher recht. Die zwei verstehen sich ganz gut, gründen eine Hinterhof-Detektei und decken eine hundsgemeine Gemeinheit auf.

Zum Buch

Flätscher erzählt seine Geschichte auf etwa 125 Seiten in 15 Kapiteln selbst.
So bringt Antje Szillar, die Autorin des Buches, Flätschers eigensinnige Sprache und seinen eigensinnigen Charakter ganz ordentlich in den Vordergrund.

Meinem Sohn, fast 8, hat das Buch, die Illustration und die Geschichte beim Vorlesen unheimlich gut gefallen. Ich denke, selbst lesen wäre schwierig geworden, wegen der vielen Wortkreationen und Comic-haften Ausdrücke.

Perfekto Zuck-Zuck-Zucken, Mist, rrrasbo, Niiiiiiicht

Außerdem strotzt das Buch vor Sarkasmus. Was für ältere Kinder und Erwachsene irgendwann nur noch nervig erscheint, können die kleineren wohl nur schwerlich verstehen oder bedürfen einfach Unterstützung durch die richtige Betonung beim Vorlesen.

Nun gut, es ist ein Kinderbuch und die sollen von Flätscher angesprochen werden. Das ist gelungen.

Die Illustration ist einfach spitze, die Bilder werden in den Text miteingebunden und machen aus dem Lesen mehr, als nur Lesen. Es gibt auch was zum Gucken.

Für uns eine gelungene Geschichte, die sich nach mehr Abenteuern von Flätscher anhört.
Vielleicht wird der komische Kauz Flätscher in weiteren Büchern ein wenig liebenswürdiger, weil er vielleicht weniger übertreibt. Er hat einen ordentlichen Hang dazu, in wirklich jedem Satz wird übertrieben.