Der Wolf in ihr.

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misao Avatar

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Seit ihrem Achten Lebensjahr lebt Saram Aeskaar, auch „Frost“ genannt in ständiger Furcht vor Fremden und Flucht vor der Zivilisation. Denn seit ihrer Geburt hat ein Wolfsdämon von ihr Besitz ergriffen, der, sollte Frost im Kampf verletzt werden sich Ihres Körpers habhaft wird.
In diesem Zustand wird sie zum Berserker und kann nicht mehr zwischen Freund und Feind unterscheiden. Nachdem ihre Mutter gestorben ist, macht sich Frost auf den langen Weg zum Tempel der Feuergöttin, denn sie soll in der Lage sein, Frost von ihrem Fluch zu erlösen.
Auf ihrer Reise entdeckt sie einen Hirtenjungen, der von Räubern beschattet wird. Sie rettet ihn und lädt sich dadurch dessen Zorn auf sich, denn Arian der „Hirtenjunge“ und Luca sind Bergwächter, die es sich zu ihrer Aufgabe gemacht haben den Aufständischen Ion Constantine zu verhaften, der im alten Tempel der Feuergöttin sein Quartier bezogen hat. Frost schritt gerade ein, als sie den Räubern eine Falle stellen wollen. Durch den Kampf fällt Frost in Raserei und wird von Arian und Luca als Gefangene ins Lager gebracht. Durch eine Rettungsaktion erlangt sie Lucas vertrauen, der sie zu sich in die Bergwache bittet, und zwischen den beiden entstehen Gefühle, sehr zum Missfallen von Arian, der seinen „Bruder“ immer für sich allein hatte und alle anderen fernhielt. Frost findet bald schon heraus, dass Ion Constantine der Bruder von Luca ist und dessen Familie getötet hat.
Als dann endlich Verstärkung eintritt und sie sich auf den Weg zur Festung begeben werden sie in einen Hinterhalt gelockt und Arian fällt schwer verletzt in einen Fluss. Auf Befehl von Luca springt Frost hinterher um ihn zu retten. Die Gefühle zwischen Luca, Frost und Arian werden immer stärker, doch die Bedrohung durch die Aufständischen, unter Ions Herrschaft ist in greifbarer Nähe.
Kann Frost Luca zum Sieg helfen ohne den Wolf zu wecken oder wird sie fliehen, aus der einzigen Gesellschaft, in der sie akzeptiert wurde?

Meine Meinung: Puh, das war wirklich nicht einfach eine Inhaltsangabe über dieses Buch zu schreiben, denn es hat so viel Inhalt, so viele wunderbare Aspekte, die viel zu lange gebraucht hätten und dann auch zu viel verraten hätten. Das Buch hat mir am Anfang noch nicht einmal so gut gefallen, weil ich dachte es handelt sich bei Frost um einen Gestaltwandler, aber sie kämpft in ihrem eigenen Körper, und nach dem ersten richtigen Kampf von ihr gegen Ion merkt man auch, dass es keine Wolfsform benötigt, um so kraftvoll und bestialisch zu sein.
Die Gefühle von Frost zu Luca und Arian finde ich ein wenig verwirrend. Ich hätte mir eine andere Wahl gewünscht, aber es geht ja hier nicht um mich ;-) . Das Ende fand ich sehr packend, angefangen mit dem Kampf im Feuer, bis hin zu der letzten Kampfszene. Im Anhang schreibt die Autorin, dass sie die Geschichte komplett überarbeiten musste, und zum Teil merkt man es. Wie gesagt, die Geschichte ist so konzipiert, dass Frost sich auch in den anderen der beiden Krieger verlieben hätte können.
Einen Stern Abzug, weil ich die Distanzen verwirrend beschrieben fand. Es gibt mehrere Szenen bei der sie beinahe abrutscht und dann aber genug Platz zum kämpfen hat.
Dennoch ein gelungenes Buch, welches ich jedem Wolfs und Fantasyfan empfehlen kann.