Gelungener Krimi mit kleineren Schwächen

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silly2207 Avatar

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An einem nebeligen Morgen wird Gesine Cordes, Friedhofsgärtnerin und ehemalige Kripobeamtin, von merkwürdigen Geräuschen angelockt. Sie hört ein Wimmer, dass nach einem Kind klingt und als sie nachsieht, findet sie einen Säugling vor, allein in seiner Babyschale festgeschnallt. Die Friedhofsgärtnerin fühlt sich beobachtet und ein Rascheln im Gebüsch läßt vermuten, dass noch jemand in der Nähe ist, der zu dem Baby gehört. Doch da das Kind Hilfe benötigt, entscheidet sich Gesine gegen die Verfolgung und bringt das Kleine in ein Krankenhaus. Kurze Zeit später wird in der Nähe des Friedhofs eine Frauenleiche entdeckt. Gehören diese Fälle zusammen? Und warum taucht ausgerechnet jetzt auch noch ihr Exmann auf? Hat er was damit zu tun? Kripobeamtin Marina Olbert übernimmt die Ermittlungen und auch Gesine geht der Sache auf den Grund und zwar auf ihre Art.

Meine Meinung:

Fuchskind ist bereits der zweite Band aus der Feder Anette Wieners und somit auch der zweite Fall für die Friedhofsgärtnerin Gesine Cordes. Ich selber habe Teil eins allerdings nicht gelesen und denke, dass ich das doch besser noch nachholen sollte. Denn gerade im privaten Bereich Gesines, bzw. in ihren Handlungen gab es für mich ein paar Dinge, die ich nicht nachvollziehen konnte. Ansonsten handelt es sich hier um einen in sich abgeschlossenen Fall, den man rein aus ermittlungstechnischer Sicht auch alleine lesen könnte.
Das Buch selber fand ich gut geschrieben, der Schreibstil ist leicht und flüssig und so gab es vom Verständnis her keine Probleme. Auch die Handlung bietet vor allem in den ersten Kapiteln genügend Spannung und zog mich gleich mit. Doch je mehr Personen beteiligt waren und in die Handlungen mit einbezogen wurden, desto verworrener wurde das alles für mich. Das ganze drückte dann leider etwas die Spannung und ich kam immer wieder aus dem Lesefluss.
Die Charaktere sind gut gezeichnet, aber ich habe ein wenig den Eindruck, das mir gerade hier das Hintergrundwissen fehlte.

Mein Fazit:

Ein solider Krimi mit einer aussergewöhnlichen Ermittlerin. Der Fall an für sich ist recht spannend, zumindest am Anfang, ansonsten hätte ich mir gewünscht, dass noch ein wenig mehr an der Spannungsschraube gezogen worden wäre. Die Hauptcharaktere sind sympathisch gezeichnet. Da ich Band eins nicht gelesen habe, werde ich dieses wohl noch nachholen, da ich den Eindruck hatte, dass mir doch das ein oder andere Wissen fehlte.