Kalter Kaffee

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mathilda Avatar

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Dieses Buch ist eine ganz besondere Herausforderung, stellt es doch die ungeliebte Frage aus längst vergangenen Deutschstunden: Was will der Autor uns damit sagen? Dass es in Berlin ganz unterschiedliche Menschen gibt, ja sogar Obdachlose und Junkies? Dass es anstrengend ist, ein Café zu eröffnen und ans Laufen zu bringen? Diese nicht mehr ganz frischen Botschaften haben wenigstens noch Substanz. Bis sie auf Ansgar Oberholz treffen, der zwar jede Menge Illusionen, sonst aber nicht viel zu bieten hat. Er kann anscheinend weder kochen noch rechnen und ganz offensichtlich keine Mitarbeiter führen oder gar Kunden ertragen, die nicht brav und ordentlich auf dem schnellsten Weg die Kasse klingeln lassen. Richtig gut ist er eigentlich nur darin, Hausverbote zu erteilen, an Sex zu denken und vor Unannehmlichkeiten wegzulaufen. Was für ein Albtraum! Als Mann, als Chef und als Autor – denn das Buch hatte für mich den Geschmack von fadem kalten Kaffee, da hilft auch das hippste Ambiente nicht.