Die himmlische Mission "EfüSi"

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calla Avatar

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_Inhalt: Jesus, Petrus, der Erzengel Gabriel, die Jungfrau Maria, Adam und Eva treffen sich jeden Freitag morgen um 8.00 Uhr zu ihrem wöchentlichen Team-Meeting. Leider müssen sie bereits seit einiger Zeit feststellen, dass die Weltbevölkerung stark rückläufig ist. So ist Gabriel der Meinung, dass zwischen Mann und Frau keine dauerhafte Bindung möglich ist. Eva hingegen hält die emotionale Inkompetenz der Männer für den tatsächlichen Grund. Würden die Frauen ihren wirklichen Traummann finden, wären die Probleme gelöst. Um die aufgestellten Thesen zu belegen wird der Schutzengel Raphael als perfekt zugeschnittener Traummann auf die Erde geschickt und soll versuchen das Herz der unwissenden Probandin Theresa zu erobern. Die Mission "EfüSi" (Engel für Single) nimmt ihren Lauf...._

_Meine Meinung: Heike Wanner hat mit dieser Geschichte eine sehr schöne Romanidee gehabt die sie mit ihrem humorvollen, spritzigen und flüssig zu lesenden Schreibstil auf eine ganz spezielle Art zu Papier gebracht hat. Obwohl ich das Buch vor über einer Woche fertig gelesen habe, wandern meine Mundwinkel immer noch unaufhaltsam nach oben wenn ich allein nur an das Protokoll des "himmlischen Meetings" denke. Das Cover hingegen finde ich nicht sonderlich gut gewählt. Im Nachhinein versteht man zwar warum zwei Fische und ein Angelhaken abgebildet wurden, doch im Gegensatz zu dem Roman wirkt es einfach langweilig._

_Die Charaktäre des Romans, insbesondere die Himmlischen, haben einige Ecken und Kanten abbekommen. Doch diese werden auf eine leicht ironische Art dargestellt, lassen sich mit einem zwinkernden Auge lesen und verleihen dem Buch einen schon fast liebenswürdigen Charakter. Allerdings ist bei mir bei Wanners Darstellung des "Traummanns" nicht der Funke übergesprungen. Aber dies ist wohl Ansichtssache, denn diese Thematik würde Diskussionsstoff für die nächsten Jahrhunderte bieten ohne am Ende zu einem Ergebnis kommen zu können. Ich finde Raphael einfach zu naiv dargestellt, er hat keine eigene Meinung und von zwischenmenschlichen Beziehungen keine Ahnung. Sobald dieser Charakter zum Zuge kam, drängte sich mir während des Lesens immer das Bild eines kleinen Schoßhündchens auf. Doch damit endet auch meine Kritik denn wie die Autorin letztendlich die Geschichte auslaufen lässt, macht sie diesen Kritikpunkt wieder mehr als gut. Eine schöner Roman über den man auch zu einem späteren Zeitpunkt immer noch etwas sinnieren und schmunzeln kann._

_Fazit:  "Für immer und eh nicht" ist eine herrliche Sommerlektüre die, bis auf ein paar kleine Kritikpunkte, mit viel Charme und Humor verzaubert._