Traummann vom Himmel geschickt

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angela.bücherwurm Avatar

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Jesus und sein Team, als da sind Petrus, Adam und Eva, Maria und Gabriel , halten ein wöchentliches Meeting ab. Zuletzt müssen sie zur Kenntnis nehmen, dass es immer weniger Menschen zu betreuen gibt. Es gibt sogar schon arbeitslose Schutzengel. Unter anderem liegt das daran, dass die Scheidungsrate immer stärker ansteigt. Laut Adam ist dies mit der Tatsache begründet, dass es für eine Frau grundsätzlich nicht den passenden Mann gibt. Das weibliche Geschlecht ist seiner Ansicht nach nie zufriedenzustellen. Diesem Gedanken widersprechen die anderen , insbesondere Eva. Und so kommt dem Team die Idee, eine Wette abzuschließen. Sie wollen für eine zufällig ausgewählte, alleinstehende Frau einen Traummann schaffen, d.h. sie statten einen der arbeitslosen Engel mit den entsprechenden Attributen aus und schicken ihn auf die Erde, um diese Frau zu erobern. Die Wahl fällt auf die 38jährige, desillussionierte Apothekerin Theresa Neumann. Der Plan scheint zunächst aufzugehen. Theresa ist auf Anhieb von Raphael von Hohenberg hingerissen , der ihr buchstäblich jeden Wunsch von den Augen abliest. Theresa kann kaum glauben, dass ein Mann wie Raphael ein Auge auf sie geworfen hat. Obwohl Theresas anfängliche Skepsis schnell weicht, bleibt tief in ihrem Inneren ein unbestimmtes Gefühl. Irgendetwas stimmt nicht. Alles ist einfach zu perfekt.

Dieser Roman fängt äußerst skuril und witzig an. Die Vorstellung dieses himmlischen Teams beim wöchentlichen Meeting samt Laptop und Handy ist einfach zu komisch. Auch die kleineren Streitereien zwischen den einzelnen Parteien und der dauernd grantelnde Erzengel sind herrlich amüsant. Dieser wirklich spaßige und nicht ganz ernst zu nehmende Aspekt bleibt im Laufe des Buches leider ein wenig auf der Strecke. Zwar entwickelt sich eine heitere Liebesgeschichte, die durchaus auch ihre komischen Seiten hat, aber die anfängliche Situationskomik taucht so gut wie gar nicht mehr auf. Lediglich an Hand von ein paar wenigen Meetingsprtokollen erfährt man noch, was weiter im Himmel geschieht. Raphael erhält auch das ein oder andere Mal Anweisungen per SMS von " oben ", aber deren Inhalt kann man zunächst nur erahnen. Ich hätte mir gewünscht, hier noch mehr Einblicke zu bekommen.

Ansonsten ist das Buch eine nette, lustige Frauenlektüre, mit einigen originellen Aspekten, die sich gut zwischendurch liest und für ein paar entspannte Lesestunden sorgt.