Das Schicksal im Mexiko

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anne2211 Avatar

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Ladydi lebt gemeinsam mit ihrer Mutter in einem kleinen, abgelegenen Dorf in Mexiko. Männer gibt es in diesem Dorf nicht mehr - sie sind nach Amerika übergesiedelt, um dort Geld zu verdienen, dieses an ihre zurückgelassene Familie zu schicken, oder auch nicht, wie im Falle von Ladydi und ihrer Mutter. Der Vater verließ das Dorf vor vielen Jahren, doch das Gerücht sprach sich rum, dass er in Amerika eine neue Familie hat. Geld bekommen die beiden Frauen nicht mehr von ihm. Dieser Zustand verbittert Ladydis Mutter sehr, zudem leben sie in ständiger Angst vor dem mexikanischen Drogenkartell. Das Kartell schickt Männer, die Ausschau halten sollen nach jungen, hübschen Mädchen, um sie für ihren Boss mitzunehmen, die sich dann in seinem Haushalt verdingen müssen oder ins Gefängnis kommen. Deshalb werden alle Mädchen so hässlich wie möglich gemacht, die Zähne werden schwarz angemalt, das Haar verfilzt, die Mädchen sollen dreckig aussehen um dem Interesse des Kartells zu entgehen. Ab einem gewissen Alter ist es nur noch möglich, sich in spezielle für diese Situationen angefertigten Gruben zu verstecken.

Das Leben in diesen mexikanischen Dörfern scheint keine großen Chancen für Frauen zu bieten, mit nur wenig Geld, in ständiger Angst vor dem Drogenkartell leben sie ihr leben, so gut es eben geht. Ab und an schafft es ein Mädchen, das Dorf zu verlassen und sich als Putzfrau zu verdingen,doch das ist den wenigsten vergönnt.
Die Hitze und die Verzweiflung, die die Bewohnerinnen aber schon akzeptiert zu haben scheinen, ist förmlich zu spüren, Das Buch hinterlässt einen nachdenklichen Leser,der sich glücklich schätzt, in einer Gesellschaft wie der unsrigen zu leben.
Auf jeden Fall lesenswert,