Ein düsteres Kapitel der mexikanischen Geschichte

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britta70 Avatar

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"Gebete für die Vermissten" behandelt ein sehr düsteres Kapitel der mexikanischen Geschichte. Laydydi erzählt die Geschichte von Mädchen, die keine Mädchen sein dürfen, da es zu gefährlich ist. Mütter setzen alles daran, ihre hübschen Mädchen möglichst jungenhaft aussehen zu lassen. Sie stecken sie in Jungsklamotten und verschandeln ihr Äußeres, um sie so vor Drogendealern und Menschenhändlern zu schützen. Mit der Angst, Drogendealern und Menschenhändlern zum Opfer zu fallen, wächst Ladydi in einem verlassenen Bergdorf auf. 

Die Geschichte ist aus Ladydis Sicht erzählt und mitunter etwas sprunghaft. Die Erinnerung an die schrecklichen Geschehnisse ist nicht immer linear. Dennoch hat mich das Buch gefesselt und auch schockiert. Unvorstellbar und doch so real, was die Autorin hier in eindrucksvoller und poetischer Sprache darbietet. Unbedingt lesen!