Besser als die Leseprobe!

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katha Avatar

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Ehrlich gesagt, bei diesem Buch fällt es mir wirklich schwer, etwas zu schreiben.
Der Maler Leo Becker bereitet eine Ausstellung in New York vor, doch leider gerät er langsam in Zeitdruck, da es nur noch wenige Wochen bis zur Ausstellung hin sind, aber noch nicht alle Bilder fertig.
Leo empfand ich als einen sehr zerrissenen Menschen. Einerseits will er diese Ausstellung, andererseits möchte er nicht, so unter Zeitdruck arbeiten und bei Erfolg die nächsten Jahre erstmal nicht mehr malen zu dürfen, da sein Marktwerk steige, wenn es nicht soo viele Bilder von ihm gäbe.
Leo lebt hauptsächlich auf dem Lande in seinem Atelier, seine Frau hingegen in Berlin. Rahel sehnt sich nach Aufmerksamkeit, Bewunderung. Doch die bekommt sie nur, weil sie die Frau eines berühmten Malers ist, und nicht direkt ihretwegen. Daher hat sie auch verschiedene Liebschaften, von denen Leo weiß und er es eigentlich nicht möchte. Doch Leo ist nur mit seiner Situation beschäftigt, dass er nicht richtig bemerkt, wie es um ihn und seine Frau steht und was sich Rahel wünscht.
Und dann wäre da noch die ehemalige Freundin von Leo, Ebba. Ihr kann sich Leo teilweise öffnen...

Wie gesagt, hier ist es für mich wirklich schwer, die passenden Worte zu finden.
Wie sehr die Geschichte der Wirklichkeit entsspricht, kann ich nicht beurteilen. Zwar interessiere ich mich sehr für Kunst, aber dennoch ist mir die ganze Szene eher fremd. Aber ich denke, etwas Wahres könnte hier schon dran sein, da die Autorin Louise Jacobs ein Jahr die Leipziger Kunstszene hautnah erlebte.
erstudie.
Mir hat der Roman außerordentlich gut gefallen und normalerweise lese ich recht langsam, doch "Gesellschaftsspiele" konnte ich einfach nicht mehr aus der Hand legen und ich habe das Buch innerhalb einer Nacht gelesen.
Der Charakter des Leo Becker hat mich sehr interessiert und ist für mich sehr glaubhaft dargestellt. Sicherlich ist er kein Sympathieträger, aber dennoch tat er mir oft Leid, wobei ich uch oft das Bedürfnis hatte, ihn einfach zu schütteln, damit er aus seiner "Welt" aufwacht.

Louise Jacobs hat einen überaus interessanten Roman über die Kunstszene geschrieben, mit einer tollen Charakterstudie.