Götter

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hatschepsut Avatar

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Das Buch hat mir insgesamt gut gefallen und die Story ist mitreißend. Das Cover paßt zwar gut zu dem Geschehen, ist aber etwas unspektakulär und verleitet nicht das Buch in die Hand zu nehmen. Schon im Klappentext wird man aufmerksamer, weil man gerne wissen möchte, was oder wer hinter den Göttern steckt. Ich bin direkt in die fesselnde Story eingetaucht und konnte die Lektüre auch kaum aus der Hand legen. Dann wurde es für mich leider etwas mau, um am Ende dann doch noch wieder spannend zu werden. An einigen Ecken hakt es etwas oder für mich ist die Entwicklung zu schnell, nachdem man erst in langsamen Schritten den beiden Protagonisten gefolgt. ist. In der Story gibt es erst mehrere Handlungsstränge, die man nicht sofort miteinander in Verbindung bringen kann, aber im Laufe der Zeit findet sich alles zusammen und gibt eine guten schlüssigen Schluß. Das Buch hinterläßt eine kleine Beklemmung, denn so absurd die Geschichte ist, kann man sich doch vorstellen, daß sie in ihrer Grausamkeit wahr sein könnte.
Mitten in Deutschland im Sperrgebiet befinden sich vier Reservate, die strikt nach Männern und Frauen getrennt sind. Sie wissen nichts voneinander und kennen das andere Geschlecht nicht, weil selbst die Tiere um sie herum das gleiche Geschlecht haben. Mitten in einem Reservat lebt die kleine Agnes, die immer schon neugieriger war, als es erlaubt ist. Die Frauen werden gottesgläubig erzogen und Vergehen werden bestraft, bis hin zu der Todesstrafe. Agnes findet vieles nicht schlüssig, besonders als sie anfängt kleine Tiere zu fangen und zu untersuchen. Sie merkt, daß es zwei Gattungen gibt und wo die kleinen Babys herkommen. Sie kann sich vieles herleiten, denn sie ist schlau. Wenn eins der Tiere verstirbt schneidet sie es auf, um sich das Innenleben anzugucken. Sie glaubt seit dem nicht mehr daran, daß die neuen Baby-Mädchen von den Göttern kommen, denn immer wenn eine Frau erst abgeholt wird, wird sie dick und kommt dann mit einem flachen Bauch und einer Narbe am Unterleib zurück. Kurz darauf kommen dann die Götter mit einem kleinen Baby. Agnes wird erwischt und der Todesstrafe für schuldig befunden. Durch einen gewagten Trick überlebt sie und lebt fortan in der Wildnis.
Das Überleben alleine ist beschwerlich, aber dann trifft sie auf Günter, der ebenfalls aus einem Reservat geflohen ist. Er hat einige praktische Dinge mitgenommen und die beiden beschließen sich zusammen zu tun. Nach einiger Zeit werden sie ein Paar und bekommen Kinder.
Zur gleichen Zeit versucht Inga, die Sektenbeauftragte eine neue Sekte namens Streber ausfindig zu machen. Eine Frau hatte sich in Todesangst an sie gewendet, denn wer einmal aussteigt wird kurzerhand eliminiert, sofern er sich nicht wieder eingliedert. So lernt sie Clemens kennen, der sich der Sekte verschrieben hat und vieles besorgt oder auch Abtrünnige ermordet. Die beiden verlieben sich ineinander aber Inga fliegt auf. Für Clemens ist die Sache einfach, sie ist eine Verräterin, also hat sie die Strafe verdient. Inga taucht unter und merkt bald, daß sie schwanger ist. Sie bekommt ihr Kind im Geheimen, aber als ihr Baby im Krankenhaus verschwindet, weiß sie, daß sie es nie wieder sieht und daß sie fliehen muß.