Tolles Debüt

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helga Avatar

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Nachdem Profiler Sam O’Connor von Europol in Rom eingesetzt wird, wo eine junge Frau auf dem Campo dei Fiori gefesselt und verbrannt wurde, stößt er bei seinen Ermittlungen auf einen zwei Jahre zurückliegenden Fall in Hamburg und dann passiert auch noch ein weiterer Mord in Salzburg.

Sam findet bei den ermordeten Frauen keine Gemeinsamkeiten, außer, dass jeder die Haare abgeschnitten wurde und man eine Bibel, Salz und Kräuter vorgefunden hat, womit früher die Seelen von Hexen gebannt wurden. Er vermutet hinter dem Serientäter einen religiösen Psychopathen, den er nicht wirklich zuordnen kann.

Die Story findet im Jahr 2008 statt, wobei zwischendurch immer wieder in kursiver Schrift eine Geschichte eingeflochten wird, die 1985 beginnt und von einem kleinen Jungen und seinem Schicksal erzählt. Es ist eine tolle Geschichte, die sehr gut aufgebaut ist, mit Ermittlungsarbeiten, die in viele Richtungen gehen und immer wieder interessante Details zu Tage fördern. Im Grunde genommen erfährt man sehr rasch von dem Mörder, aber trotzdem weiß man nicht wer er ist und es bleibt durchgehend spannend.

Die Personen finde ich auch gut gezeichnet, und man erfährt auch einiges aus ihrem Privatleben, vor allem von Sam O’Connor, der sehr sympathisch dargestellt wird und der sich große Sorgen um seine todkranke Schwester macht. Auch die Freundschaft zu seinem französischen Kollegen Phillippe Argault wird schön beschrieben. Außerdem bekommt er Juri Pompetzki zur Unterstützung zugeteilt, mit dem er sich sehr gut versteht.

Ein tolles Debüt, welches mir sehr gut gefallen hat und obwohl die Opfer sehr detailliert dargestellt werden, habe ich es trotzdem nicht so extrem empfunden. Ich finde, es hat alles gut zusammengepasst, auch wie im Verlauf der Ermittlungen nach und nach das Geheimnis um den Mörder gelüftet wird, wobei es auch noch zu einigen Überraschungen kommt. Freue mich auf jeden Fall, dass dies eine Serie wird und Tanja Pleva bereits am zweiten Fall schreibt.
 

 

Lesen ist ernten, was andere gesät haben (unbek.)