Geschichte einer Freundschaft

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leselotten Avatar

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Die Ausgabe von Hannes war gebunden mit einem natürlichen, frischen Cover,welches einen Kastanienbaum und einzelne Blätter zeigt. Perfekt synchron zum Inhalt. Darin befand sich ein farblich passendes Lesebändchen.
Ich muss zugeben mit Rita Falks Sprache habe ich so meine Probleme. Ihre Krimis schätze ich, kann sie nur nicht lange am Stück lesen. Da die Neugierde mich jedoch zu Hannes trieb, wollte ich wissen, wie ihr Genreausflug geklappt hat.
Das Buch hat mich sehr bewegt. Rita Falk schafft es, in Briefform eine Studie über eine lebenslange "Jungen"freundschaft zu erzählen. Dies tut sie in einer eher umgangssprachlichen Form, welche jedoch dem Briefschreiber Uli, einem Zwanzigährigen angemessen erscheint. Dadurch wirkt das Buch näher, irgendwie wahrhaftiger.
Der Inhalt handelt von den Freunden Uli und Hannes. Beide verbringen ihr Leben zusammen, sind schon ewig Freunde. Die Besten. Bei einem Motorradausflug geschieht das Unfassbare, ein Unfall. Die Folge ist, Hannes fällt ins Koma. Uli, Hannes Familie, seine Freunde alle müssen damit zurecht kommen. Die Autorin schildert dies mit einer liebenswerten Intensität. Ulis Welt ist in ihrern Grundfesten erschüttert. Doch das Leben geht weiter, er wird Zivi in einem Heim. Besucht Hannes regelmäßig. Schreibt ihm von seinen Erlebnissen, den Freunden. Er will ihm nichts vorenthalten. Die Geschichte spielt über einen längeren Zeitraum. Was sehr gut gewählt ist, da der Prozess des Verstehens, Akzeptierens und Geschehen lassen, so klar aufgezeigt wird. Besonders gefallen hat mir die Tatsache, dass wahre Freundschaft mal so liebevoll gezeigt wird. Auch das sie, nur weil sich die Umstände ändern, nicht aufhört, sondern bleibt. Im Herzen.
Manchmal traurig, erschütternd, doch nie realitätsfremd.
Ein gelungenes Buch über Freundschaft, Erlebnisse und das Heranwachsen.