Schwedisches Liebeskind

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cluless Avatar

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Ich habe beim Anblick des Buchcovers Spannung erwartet. Beim Lesen des klapptextes war klar, ich muss das Buch lesen.
Ich habe erst vor ein paar Tagen das Buch Liebeskind beendet und hier scheint sich jemand in einer ähnlichen Thematik zu bewegen.
Der Einstieg ins Buch/in die Leseprobe ist mit der naiven, schonungslosen und direkten Art geschrieben, die nur Kinder an den Tag legen. Liv berichtet aus ihrem "Leben", der Ermodung ihrer Oma an Heiligabend, den Beutetouren mit ihrem Vater, das Eingesperrt sein...Schonungslos wird der Leser vom Abgrund vor der zarten Kinderseele zur Mutter geleitet. Diese ist ans Bett gefesselt - gemästet vom eigenen Mann. Einzigst die Briefe an Liv spenden ihr Trost.
Und dann ist da noch der Vater, Jens, ein auf den ersten Blick normaler Mann. Keine traumatische Kindheit erkennbar, kein Grund zu finden, warum er tut was er tut.

Ich finde den Schreibstil der Autorin Ane Riel dem Thema und den Perspektiven, aus denen erzählt wird serh gut. Die Leseprobe liest sich leicht und flüssig, man identifiziert sich mit dem jeweiligen Leser und es bleibt ein Frösteln auf den Armen, lässt man die Sätze nachwirken.
Ich habe bisher noch kein Buch von Ane Riel gelesen - dieses könnte ganz klar mein erstes werden!