Die menschliche Hölle

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Christian, der in einem kleinen Dorf in der Nähe des Teufelsmoors aufgewachsen ist, kehrt zurück und trifft alte Wegbegleiter. Christian, Anke, Linde und Alex verbindet eine Kindheit in Hemmersmoor und das Wissen um große und kleine Geheimnisse. Nach und nach wird dem Leser von den grausamen Ereignissen vergangener Tage berichtet, dabei wechseln Erzähler und Perspektive und es entfaltet sich langsam aber stetig ein Gesamtbild. Stefan Kiesbye erzählt eindringlich und intensiv. 200 Seiten, mehr braucht es nicht, um den Leser  auf einen Ausflug ins Moor  - und in die Tiefen der menschlichen See mitzunehmen – und auch nach Beendigung des Buches zu fesseln.

„Hemmersmoor“ liest sich nicht „einfach so weg“, nein, wer sich auf dieses Buch einlässt, der erhält einen „Blick in die menschliche Hölle“: Gewalt, Sex, Neugier, Naivität, Habgier, Rache und manches Mal einfach nur Pech…Warum die Dinge auch immer geschehen seien mögen, sie lassen den Leser erschaudern. So ist es nur verständlich, dass das Vergessen, der Aberglaube und der Wahnsinn für die Bewohner von Hemmersmoor nicht zu weit auseinander liegen.

„Hemmersmoor“ ist ein außergewöhnliches Buch. Was das düstere Cover verspricht, dass hält die Geschichte. Es ist keine leichte Lektüre, aber Freunde finsterer Spannung kommen voll auf Ihre Kosten…