Wohl eher Pflaumenkuchen

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baerbelb Avatar

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...denn der Himbeerkuchen kam irgendwie gar nicht vor. Und selbst der Pflaumenkuchen wurde lediglich einmal verspeist.

Aber von vorne:
Iris ist schon seit Jahren mit Jörg liiert und wartet eigentlich nur noch auf die Hochzeit und die Kinder. Mit Ende dreißig. Doch da beschließt Jörg eigenmächtig, dass ihm das aktuelle Leben mit Iris zu langweilig ist. Er braucht was junges, wildes. Und das hat er auch schon gefunden und Iris ist deswegen überflüssig und kann dann jetzt wohl auch aus seinem Haus ausziehen.
Iris kommt noch nicht einmal dazu richtig um die verlorene Beziehung und Zeit zu trauern, da ihre Freundin Emma sie wieder einmal mit Beschlag belegt. Ausgerechnet zu einem Kochkurs, bei dem sie dann auch Niklas kennenlernt, der ja so verständnisvoll und einfühlsam ist. Auch, wenn Emma sofort Bedenken anmeldet.
Und dann ist da ja auch noch ihr Chef Bruno mit seinem 25jährigen Sohn, denen sie bei ihrer Männer-WG auch immer wieder unter die Arme greift.
Langweilig ist also für Iris relativ.
Die Beziehung zu/mit Niklas entwickelt sich für ihren Geschmack auch viel zu schnell, obwohl er ihr alles bieten will, das sie sich eigentlich immer gewünscht hat. Doch irgendetwas an ihm ist seltsam. Und nicht nur seine Familie....
Und warum um alles in der Welt machen ihr Bruno und Felix auch noch Liebeserklärungen?

Mein Eindruck war, dass die Story an sich ja nun wirklich nichts Neues war. Und es hat auch keiner der Charaktere so richtig geschafft, mich auf seine Seite zu ziehen. (Nur auf Niklas´ Seite wollte ich überhaupt nicht sein)
Bei 330 Seiten hatte ich auch nicht ein einziges Mal das Gefühl, dass ich das Buch jetzt NICHT weglegen könnte, um irgendetwas zu erledigen. Agnes Nelle hat es leider nicht geschafft, die Spannung ordentlich aufzubauen und dann auch bis zum Schluß zu halten. Für mich war alles viel zu leicht durchschaubar und vorhersehbar.
Die Leseprobe hat in diesem Fall also leider nicht gehalten, was sie versprochen hat. Und bei spätestens 200 Seiten hätte gut und gerne auch Schluß sein können. Manchmal werden Geschichten einfach unnötig in die Länge gezogen, was oft auf Kosten des Lesevergnügens geht.

Mein Fazit:
Ein Werk, das man nicht unbedingt gelesen haben muss. Und schon gar nicht für den Preis von 14,99 €.