Zauberhafter Who done it Krimi

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libertetoujours. Avatar

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Sehths Leben ist nicht leicht. Die Mutter tot, der Vater weg muss er für die schrecklichen Bunns Tag für Tag schuften. Eigentlich will er nur hier raus - Chefkoch werden, wie sein Vater. So sieht er es natürlich als große Chance, dass er für den Ehrengast einer seltsamen, geheimen Versammlung das Dessert zubereiten soll. Wenn der danach nur nicht tot umgefallen wäre - vergiftet. Und Seth ist natürlich der Hauptverdächtige.


Besonders bezaubert hat mich die magische Atmosphäre, die die Geschichte von Anfang an ausstrahlt. Nicht nur die Magier sind liebevoll und skurril ausgearbeitet, selbst das Hotel und der umliegende Garten haben einen leichten Touch von Märchenwelt. Nicht umsonst, wie man als Leser erfahren soll. Dadurch dass das ganze Setting ein bisschen entrückt von der Realität erscheint fallen kleine Logikfehler - warum muss Seth beispielsweise nicht zur Schule - absolut nicht ins Gewicht. Man weiß als Leser gar nicht recht in welcher Zeit man sich befindet wirkt das nicht störend.

Die Handlung war erstaunlich spannend - und trotzdem Altersangemessen. Man kann mitfiebern und rätseln, gemeinsam mit Seth versuchen den Mordfall aufzuklären und mit ihm zusammen die verborgene Welt der Magie kennen lernen. Die ganze Geschichte wimmelt nur so vor kleiner verborgener Wunder.

Einziges Manko für mich war, dass die Geschichte ab und an reichlich chaotisch wirkte. Es verwirren sich relativ viele Erzählstränge ineinander und manche werden am Ende leider auch nicht mehr aufgelöst. Nachdem das Ende recht offen ist könnte das natürlich in Teil 2 folgen - ich fand es trotzdem schade, nachdem es sich hier nicht um Kernfragen sondern um Kleinigkeiten handelt, die die Geschichte für mich aber perfekt abgerundet hätten.

Alles in allem ein zauberhaftes, schräges Lesevergnügen für jung und alt. Mir hats gefallen!