Tolles Buch!

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In dem Jugendbuch ‚I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich‘ von Cleo Leuchtenberg geht es um Lilly, die die weibliche Hauptrolle in einem Hollywood-Film synchronisieren soll. Auch wenn der Job für sie einen Karrieresprung bedeutet, hat Lilly Schwierigkeiten damit, sich mit ihrem Synchronpartner Ben anzufreunden. Kein Wunder, denn dieser setzt alles daran, sich gegenüber Lilly unfreundlich zu benehmen. Irgendwann erkennt Lilly, dass hinter Bens Verhalten mehr steckt. Ich wollte Leuchtenbergs Buch lesen, da ich noch nie ein Buch gelesen habe, in dem ein_e Synchronsprecher_in im Mittelpunkt steht.

Lilly und ihre Eltern ziehen oft um, weshalb sie in der Welt schon viel herumgekommen sind. Zurzeit hat sich die Familie in Berlin niedergelassen, wo die Protagonistin ihren Traum, Schauspielerin zu werden, verfolgt. Um sich vollständig auf den Job als Synchronsprecherin konzentrieren zu können, nimmt Lilly sogar eine Auszeit von der Schule. Unterstützt wird die 17-jährige von ihren Eltern, die immer für sie da sind. Was Beziehungen angeht, hat die Jugendliche bisher leider kein Glück, was sie ab und zu traurig macht. Ich mochte Lilly sehr, da sie für ihr junges Alter sehr erwachsen und verantwortungsbewusst ist. Außerdem ist sie zielstrebig und ich hatte nichts an ihr auszusetzen.

Etwas anders ging es mir dagegen mit Lillys Synchronpartner Ben, der ein ziemlicher Chaot ist, was grundsätzlich nicht schlimm ist. Genervt hat mich, dass er sich ab und zu wie eine Drama-Queen verhält. Es ist nicht so, dass ich sein Verhalten überhaupt nicht nachvollziehen konnte. Das Leben hatte Ben bisher einige Stolpersteine in den Weg gelegt, weshalb ich oft verstehen konnte, wenn der Zynismus mit ihm durchging. Doch es gab einige Situationen, in denen er sich wirklich unmöglich verhalten hat.

Sehr gut gelungen ist dem Autorinnenduo die Figurenkonstellation. Die unterschiedlichen Nebenfiguren machen die Geschichte um Lilly und Ben lebendig. ‚I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich‘ hat mich positiv überrascht, da ich mit kitschigen Szenen gerechnet habe. Was ich stattdessen bekommen habe, war eine Geschichte mit viel Tiefgang und Emotionen. Man taucht in das Leben eines Synchronsprechers ein und hat beim Lesen das Gefühl, hautnah dabei zu sein. Am besten hat mir jedoch die Protagonistin gefallen, die kein verträumtes Mädchen ist, sondern mit beiden Beinen im Leben steht.


Fazit

‚I love you heißt noch lange nicht Ich liebe dich‘ ist ein spannender Roman, in dem die beiden Protagonisten merken, dass das Leben eigene Pläne hat, egal wie sehr man sich etwas anderes wünscht. Wer schon immer mehr über den Alltag eines Synchronsprechers aus der Sicht eines Teenagers erfahren wollte, sollte das Buch unbedingt lesen. Von mir gibt es eine klare Leseempfehlung, da mich die Geschichte fesseln konnte.