Zwiegespalten...

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jamaica Avatar

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Ich bin nicht so ganz sicher, was ich von dem Buch abschließend halte. Der Titel hat mich spontan angesprochen und auch die Beschreibung hat mich neugierig gemacht. Ich mag Menschen, die das Leben und sich selbst nicht zu ernst nehmen. Die Autorin war mir vorher nicht bekannt und so war ich sehr gespannt auf den Inhalt.
Gleich der Einstieg war mir sehr sympathisch, weil ich auch sehr genervt von der Deutschen Bahn bin und vieles sehr zutreffend finde! Ich mag diese Art von Humor! Allerdings wirkten viele Gags doch sehr bemüht und etliches war mir auch schon bekannt. Mir wären weniger Witze und die dafür noch nicht so ausgeluscht lieber gewesen.
Vieles fand ich überaus sympathisch, zumal die Autorin sich selbst wirklich nicht so ernst nimmt - außer in Bezug auf ihren Beruf in der Modebranche, da gewinnt man den Eindruck, nur sie hätte es drauf gehabt, alle anderen nicht... Besonders gut gefallen hat mir die Beschreibung der Katze Hermine gefallen - sehr authentisch, ich habe meine Katzen darin wiederentdeckt - und ihrer Familie, die echt auf dem Boden geblieben zu sein scheint. Ebenfalls gelungen fand ich die Beschreibung ihrer Kindheit, mit den vielen Details, die die heutige Jugend so nicht mehr kennt. Das hatte etwas Gemütliches und Nostalgisches.
Ansonsten habe ich nicht so ganz verstanden, worauf die Autorin eigentlich mit ihrem Buch hinaus wollte. Was haben Jahreszeiten in Deutschland damit zu tun, das Leben und sich selbst nicht so ernst zu nehmen?
Alles in allem habe ich das Buch ganz gern gelesen, aber weiterempfehlen würde ich es nicht unbedingt.