Ida

Ins rechte Licht gerückt

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wortteufel Avatar

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Irgendwann in meinen jungen Jahren habe ich mich sehr für ihn interessiert - für den Herrn Dr. Freud und bin auch einmal über den Fall der Dora gestolpert. Lang war dies in Vergessenheit geraten, als ich über "Ida" stolperte. Ich habe die Geschichte als Hörbuch gehört, gelesen von Petra Morzé, die so wunderbar sowohl zur Ida in ihren jungen als auch in ihren späten Jahren passt und mit ihrem angenehm leichten österreichischen Akzent dem Hörbuch noch einmal eine ganz besondere Farbe verleiht.
Kraftvoll und mit liebe zum Detail erzählt die Autorin die Geschichte ihrer Urgroßmutter Ida, die als der "Fall Dora" zweifelhaften Ruhm erlangte. Doch sie zeichnet weder das Bild einer der Hysterie verfallenen Kranken, noch einer gänzlich falsch verstandenen Frau. Es ist das Bild eines Mädchens, dass in den Wirren zwischen den Weltkriegen und in einer Zeit den größten Umbruchs erwachsen wurde. Ein Mädchen, mit bewegter Familiengeschichte und einem besonderen Willen, das dennoch nicht ohne Fehl und Tadel war.
Seit langem einmal wieder ein Buch, dass ich für mich herausragend nennen möchte. Eine Geschichte, die so besonders und gut erzählt ist, dass sie nicht nur Freunde historischer Romane und Biografien interessieren wird - nicht zuletzt, weil es die Autorin so hervorragend versteht, ihre unterschiedlichen Zeitstränge so gekonnt ineinander zu weben, dass zu keiner Zeit für den Leser die Spannung verloren geht.
Unbedingt lesen!