Ida

Oh Ida, oh Ida...

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isaopera Avatar

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Siegmund Freuds "Dora" ist ein Name, den viele schon einmal gehört, im Studium kennengelernt oder irgendwo gelesen haben. Katharina Adler hat, wie neulich im "Spiegel" zu lesen war, erst später in ihrem Leben erfahren, dass diese "Dora" ihre Verwandte Ida gewesen ist und sich danach mit der Idee getragen, ihre wahre Geschichte zu erzählen.
Dabei herausgekommen ist ein Roman mit Höhen und Tiefen über eine harte Frau...die mir leider sehr unsympathisch in Erinnerung geblieben ist. Nachdem die Geschichte spannend einstieg, nahm die Spannung für mich leider im Laufe der Lektüre ab. Die Handlung wurde zusehends politisch, leider erschienen mir die Zusammenhänge aber nicht immer ganz klar dargestellt. Ida selbst eine Protagonistin, die polarisieren wird, was ich völlig okay finde. Ich bin nicht der Meinung, dass man die Hauptfigur eines Buches immer gern mögen muss, um ihre Geschichte mit Interesse zu lesen. Gerade bei Ida ist mir dies aber wirklich schwer gefallen...sie hat es mir mit ihrem Verhalten und ihren Einstellungen einfach verdorben, das Buch genießen zu können und ich finde, es hätte insgesamt etwas weniger episodisch, mehr aus einem Guss sein können.
Von Katharina Adler würde ich in der Zukunft sicher auch weitere Bücher lesen, denke aber, dass sie sich noch steigern kann.
Von mir leider rückwirkend betrachtet nur 2,5 bis maximal 3 Sterne... ein wenig Lesespaß muss schon sein!