Wenig Spannung - regt zum Nachdenken an

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greenscorpion Avatar

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In einem Weiher eines Münchener Vorortes wird eine Mädchenleiche gefunden. Claudia Brandes, die eigentlich Kriminaljournalistin ist, wird vom Kommissar Steffen Drews direkt an den Tatort gelassen, was eigentlich nicht üblich ist. Er schätzt Claudia sehr und will ihre erste Meinung zu dem Fundort wissen. Niemand scheint das Mädchen zu vermissen und keiner weiß, wie sie heißt, oder wo sie herkommt.

Claudia ist der Überzeugung, dass der Mörder aus der Nähe des Tatortes kommen muss, doch Drews vermutet einen Menschenhändlerring aus Rumänien dahinter. Bei ihrer Suche gerät die Journalistin in ein Netz von Lügen, Gewalt und falscher Nächstenliebe.

Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Allerdings fehlt mir persönlich etwas die Spannung. Man wird aber zum Nachdenken angeregt, da es wohl außer illegalen Adoptionen auch private Leute gibt, die ihre Kinder über das Internet verkaufen, offensichtlich sogar hier in Deutschland.

Die private Vergangenheit der Journalistin wird mir persönlich zu sehr in den Vordergrund gestellt und das nimmt meines Erachtens die Spannung der eigentlichen Geschichte. Das Buch ist sehr gut geschrieben, auch wenn die örtlichen Gegebenheiten für einen Münchener nicht immer nachvollziehbar sind.

Fazit: Gut geschrieben, durch die private Geschichte der Journalistin aber zu wenig Spannung.