Ein schön zu lesender Sommerroman mit interessanten Charakteren

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curdrocksbuddy Avatar

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Rosemary hat ihr gesamtes Leben in Brixton verbracht, gemeinsam mit ihrem Mann George und mit ihrer täglichen Runde Schwimmen im Freibad.
Doch ihr Mann ist gestorben und die Stadt ist im Wandel. Ihr geliebtes Freibad ist bedroht, wegen des Baus von Eigentumswohnungen geschlossen zu werden.
In dieser misslichen Lage trifft sie auf die junge Kate. Eine Journalistin aus London, die sich nicht gerne im Badeanzug zeigt und ihre ganz eigenen Probleme hat rund um Einsamkeit und Sensibilität.
Da liegt es nahe, dass die beiden Frauen eine Freundschaft beginnen und sich gemeinsam für den Erhalt des Schwimmbads einsetzen und dabei soviel voneinander lernen.

Es war eine Freude, den Roman "Im Freibad" zu lesen! Das Thema ist einmal etwas ganz Anderes und auch als Nichtschwimmer hat mich die Atmosphäre sehr erreicht. Allgemein hat Libby Page ein gutes Händchen dafür, mit ihrem beschreibenden Schreibstil Atmosphäre zu schaffen. Sie beschreibt Gerüche, Geräusche, Ecken der Stadt und so weiter, wodurch ich mich mitten im Geschehen fühlte! Auch die Charaktere sind liebevoll ausgearbeitet! Die beiden Frauen sind sehr besondere Menschen und als Leser konnte ich das Handeln der Beiden jeweils sehr nachvollziehen. "Im Freibad" ist damit ein toller leichter Sommerroman geworden, der sich gut lesen lässt und ein wohliges Gefühl beim Leser hinterlässt.
Einziger Wehrmutstropfen war, dass inhaltich doch nichts wahnsinnig unerwartetes passierte und die Geschichte ein wenig vorhersehbar war.

Dennoch empfehle ich "Im Freibad" uneingeschränkt weiter und bedanke mich für das Vorabexemplar, dessen Lektüre mich wirklich glücklich gemacht hat!