Im Totengarten

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Die Kriminalpsychologin Dr. Alice Quentin wird von der Polizei gebeten, Morris Cley, der angeblich eine Prostituierte ermordet hat und nun frühzeitig entlassen werden soll, zu beurteilen, ob er gefährlich ist. Die Ermordete wurde geschändet und weist Ähnlichkeiten zu einem früheren Fall auf. Es handelte sich damals um Ray und Marie Benson, ein Paar, welches ein Heim geleitet und viele Mädchen ermordet hat. Marie sitzt seit sieben Jahren im Gefängnis und Ray starb vor einem Jahr. Auffällig ist, dass Ray und Marie mit der Mutter von Morris befreundet waren, daher soll Dr. Quentin versuchen, Kontakt mit Marie aufzunehmen.

 

Detective Chief Inspector Don Burns hat Dr. Quentin zu Morris Cley ins Gefängnis gefahren, damit sie ein Urteil über ihn abgeben kann. Sie ist der Überzeugung, dass er ungefährlich ist, aber kaum ist er entlassen, stolpert Dr. Quentin beim Laufen über eine Leiche, die Ähnlichkeiten zu denen von Ray und Marie Benson aufweist. Der Täter kennt Einzelheiten, die nicht erwähnt wurden und Morris ist spurlos verschwunden.

 

Die beiden Ermittler Detective Chief Inspector Don Burns und sein Vertreter Detective Sergeant Ben Alvarez bitten Dr. Quentin, sie bei diesem Fall zu unterstützen. Doch nicht nur, dass ihr Bruder Will verdächtigt wird, begibt sie sich außerdem in große Gefahr, da sie vom Täter Drohbriefe erhält und es bleibt auch nicht bei der einen Leiche.

 

Dr. Alice Quentin, die eine schreckliche Kindheit hinter sich hat, sowie auch ihr Bruder Will, der schizophren ist und in einem VW-Bus vor ihrer Wohnung campiert, hat noch immer mit diesem Trauma zu kämpfen. Einzig ihre Freundin Lola, die sehr locker und burschikos ist, kommt noch halbwegs mit Will aus. Dr. Quentin ist durch ihre Vergangenheit ein sehr eigenwilliger Mensch, aber trotzdem nicht unsympathisch. Die Charaktere der weiteren Personen sind alle sehr gut dargestellt und passen gut in die Story.

 

Kate Rhodes ist ein tolles Debüt gelungen, obwohl es ein wenig an Spannung fehlt, was aber durch das hervorragende Ende wieder wettgemacht wird. Die einzelnen Kapitel sind in einer angenehmen Länge und der Schreibstil ist sehr flüssig. Besonders ins Auge sticht das tolle Cover mit der Libelle, die auf der Innenseite aber mit Nadeln befestigt ist. Auf diese Serie und den nächsten Fall mit Dr. Quentin kann man nur gespannt sein.